Umfrage: Briten sehen Zusammenhang zwischen Irak-Krieg und London-Anschlägen

21. Juli 2005, 12:20
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75 Prozent halten weitere Selbstmord-Attacken in Großbritannien für wahrscheinlich

London - Zwei Drittel der Briten sehen einen direkten Zusammenhang zwischen der britischen Beteiligung am Irak-Krieg und den Terroranschlägen von London. Laut einer am Dienstag veröffentlichten Umfrage für den "Guardian" sind 33 Prozent der Briten davon überzeugt, die Entscheidung von Premierminister Tony Blair zur Beteiligung an der Irak-Invasion trage "viel Verantwortung" an den Bombenanschlägen.

Weitere 31 Prozent sehen "ein bisschen Verantwortung" der Kriegsbeteiligung für die Anschläge. 28 Prozent der befragten Briten sagten, Blairs Entscheidung zum Einmarsch in den Irak im März 2003 sei nicht für die Attacken vom 7. Juli in London verantwortlich.

75 Prozent der Briten halten der Umfrage zufolge weitere Selbstmord-Anschläge in Großbritannien für wahrscheinlich, nur elf Prozent wähnen sich in Sicherheit. Am Montag hatte das renommierte britische Forschungsinstitut Chatham House den Irak-Krieg in direkten Zusammenhang mit den Bombenanschlägen von London gestellt. Die Regierung hatte dies zurückgewiesen. (APA)

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