Veranstaltungstipp: "Rita" - Verlieren heißt gewinnen

18. Juli 2005, 20:24
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Der grotesk-komische Einakter "Rita" von Gaetano Donizetti in der Wiener Kammeroper

Musikalische Kost statt Sonntagsbrunch? Kein Problem, die Wiener Kammeroper bietet - erstmals beim Wiener Opernsommers - ab sofort den grotesk-komischen Einakter "Rita" von Gaetano Donizetti in der unkomplizierten Inszenierung von Paul Flieder (Ausstattung: Maxi Tschunko) an. Vorstellungen um 12/19.30 Uhr.

Hier ist alles drin, was das Herz und die italienische Oper begehren: Liebe, Betrug, zwei bis drei Männer und eine Frau: Rita ist Wirtin und mit ihrem Leben zufrieden, hat sie doch erfolgreich ein neues Leben begonnen. Ihr Mann Beppe folgt ihr aufs Wort, dennoch wird er von Rita einmal in der Woche verprügelt. Bei ihrem ersten Mann war es umgekehrt, aber der ist längst tot. Denkt sie. Stimmt aber nicht, irgendwann steht er in ihrer Kneipe. Dann wird's lustig, denn die Ehemänner Nummer eins und zwei spielen um Rita - wer gewinnt, ist frei, wer verliert. . .

Donizetti hat dazu wundervolle Melodien gefunden. Lusine Azaryan singt die Rita nichts weniger als hingebungsvoll. José Aparicios (Beppe) Tenorstimme hat eine große Tragkraft, sie ist geschmeidig und auch in tieferer Lage schön und voll. Dmitry Ovchinnikov als Gasparo beweist Gestaltungsvermögen und ein komödiantisches Talent. Daniel Hoyem-Cavazza leitet das Orchester der Wiener Kammeroper mit Tempo und Verve. (henn/DER STANDARD, Printausgabe, 19.07.2005)

Wiener Kammeroper
1., Fleischmarkt 24
01/512 01 00-77
Bis 13. 8.
  • Bild nicht mehr verfügbar

    Duell der Simultanehemänner (Dmitry Ovchinnikov und Jose Aparicio, re.) um Rita (Lusine Azaryan).

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