Österreich bei Forschung über EU-Durchschnitt

25. Juli 2005, 12:21
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Österreicherin Nowotny im Wissenschaftsbeirat

Österreich liegt bei den Forschungsausgaben etwas über dem EU-Mittelfeld. Dies sagte EU-Forschungskommissar Janez Potocnik zum STANDARD, der am Dienstag Schlüsselzahlen dazu vorstellen wird. Demnach liegt Österreich mit Ausgaben von 2,37 Prozent vom Bruttoinlandsprodukt über dem EU-Durchschnitt von 1,93 Prozent. An der Spitze der EU-Statistik liegen Schweden und Finnland.

Bei den Forschungs- und Entwicklungsausgaben der kleineren und mittleren Betriebe ist Österreich etwas unter dem EU-Durchschnitt positioniert. Einen vergleichsweise hohen Stellenwert mit 40 Prozent nimmt die industrielle Forschung ein. Die EU-Staaten haben sich als Ziel gesetzt, bis 2010 drei Prozent der Wirtschaftsleistung für Forschung aufzuwenden.

Potocnik präsentierte am Montag in Brüssel den Wissenschaftsbeirat des European Research Council (ERC), dessen Mitglieder von einem Gremium unter der Leitung von Chris Patten, Kanzler der Universität Oxford, ausgewählt worden sind. Unter den 22 Gründungsmitgliedern ist mit Professor Helga Nowotny auch eine Österreicherin. Der ERC soll über das neue EU-Forschungsrahmenprogramm finanziert werden.

Dadurch sollen auf Basis des Wettbewerbs die Grundlagenforschung in Europa und auch der Zugang zu Mitteln verbessert werden. Damit sollen die Standards in den einzelnen Ländern erhöht werden. Der Wissenschaftsbeirat ist eine unabhängige Einrichtung und soll sicherstellen, dass "wissenschaftliche Exzellenz" gefördert werde. (DER STANDARD, Print-Ausgabe, 19. 7. 2005)

Von Alexandra Föderl-Schmid aus Brüssel
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