IMAX-Kino: BIG kündigte Vertrag mit Betreiber

19. Juli 2005, 14:29
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Unterbrechung des Spielbetriebs soll vermieden werden - Suche nach neuem Betreiber läuft

Wien - Die Bundesimmobiliengesellschaft (BIG) hat heute, Montag, den Vertrag mit dem derzeitigen Betreiber des Wiener IMAX-Kinos, der Large Format Cinema Betriebsgesellschaft (LFC GesmbH), gekündigt. Laut BIG-Sprecher Ernst Eichinger hat das Unternehmen ein Jahr lang die Miete nicht bezahlt. Nun soll ein neuer Betreiber gesucht werden. Bei der BIG hofft man auf einen Wechsel ohne Zwangspause.

"Eine Unterbrechung wollen wir vermeiden", betonte Eichinger im Gespräch mit der APA. Der LFC wurde demnach von der BIG - sie ist Kinovermieterin und IMAX-Lizenzinhaberin - ein "angemessener Zeitraum" für den Auszug gewährt. Die Verhandlungen mit möglichen neuen Partnern laufen unterdessen bereits. "Wir suchen einen neuen Betreiber, es gibt dazu intensive Gespräche", berichtete Eichinger.

Gottfried Lutz, einer der beiden Geschäftsführer der Betreiberfirma, zeigte sich am Montag in einer schriftlichen Mitteilung entsetzt. Es würden keinerlei Informationen über die Konsequenzen aus dieser Entscheidung vorliegen - "somit auch nicht, ob und wie der Betrieb des IMAX-Kinos fortgesetzt wird oder was mit den 50 Mitarbeitern geschehen soll."

"Duftkino" sollte Wende bringen

Laut Lutz waren Verhandlungen vorausgegangen, die auf Grund von Besucherrückgängen und den daraus entstehenden Verbindlichkeiten gegenüber der BIG geführt worden seien. Seitens der Betreiberfirma LFC sei bereits vor Monaten ein Konzept zur Neupositionierung vorgelegt worden, das mit Einführung des so genannten "Duftkinos" eine Kehrtwende herbeiführen sollte, so Lutz

Im Jahr 2004 hat das IMAX-Wien laut LFC 520.000 Besucher verzeichnet. Die Ursache für Besucherrückgänge um 15 Prozent sei vor allem in der mangelnden Filmauswahl seitens der Produzenten zu sehen. Lutz übte auch Kritik an der "grundsätzlichen Problematik", dass die BIG nicht wie geplant das Verkehrsmuseum um das IMAX-Wien herum realisiert hat. Dieser Umstand sei ein wesentlicher Faktor bei der Standortwahl neben dem Technischen Museum gewesen. (APA)

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