Selbstklinger mit Durchsicht

18. Juli 2005, 20:01
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Christa und Gerald Schönfeldinger bringen beim Carinthischen Sommer die Glasharmonika zum Klingen

Die blinde Musikerin Marianne Kirchgessner, eine Zeitgenossin Mozarts, gilt als erste namhafte Virtuosin der Glasharmonika. Für sie hat der Komponist, der das Instrument als Kind beim experimentellen Mediziner Franz Anton Mesmer kennen gelernt hatte, in seinem letzten Lebensjahr ein Stück geschrieben. Nahe liegender Weise zählt das "Adagio für Glasharmonika C-Dur KV 617a" zum fixen Repertoire von Christa Schönfeldinger und Gerald Schönfeldinger. Dieser Klassiker der Glasharmonikaliteratur wird im ersten Teil des Abends zu hören sein. Nach der Pause wird das Paar an Glasharmonika und Verrophon eine Bearbeitung der "Gnossienne No 1" von Erik Satie spielen, außerdem stehen Werke von Arvo Pärt und Ennio Morricone (in Bearbeitung der Schönfeldingers) sowie eine Komposition von Gerald Schönfeldinger auf dem Programm:

"Wesenlos. Eine Klangverklärung" setzt die Stimme von Oskar Werner in Bezug zum Instrument. Ungewöhnlicher Ort für das ungewöhnliche Konzert ist das seit 2004 vom Carinthischen Sommer bespielte Tauernkirchlein in Ossiach. (pen/DER STANDARD, Printausgabe, 19.07.2005)

Carinthischer Sommer
Tauernkirchlein
9570 Ossiach
Karten und Info:
04243/25 10
20.00
  • Wiener Glasharmonika Duo
    foto: carinthischer sommer

    Wiener Glasharmonika Duo

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