Mittersill: Erneut Alarmbereitschaft nach Unwetterwarnung

19. Juli 2005, 11:29
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Bürgermeister Viertler: Fünf Millionen Euro Schaden bisher an kommunalen Einrichtungen

Salzburg - Kaum waren die gröbsten Schäden des Hochwassers von vergangener Woche in der Pinzgauer Marktgemeinde Mittersill beseitigt, war man am Montag schon wieder in Alarmbereitschaft: Eine Schlechtwetterfront mit schweren Regenfällen und teils heftigen Unwettern in den Abend- und Nachtstunden war angekündigt worden.

Das Hochwasser habe bisher Schäden in der Höhe von rund fünf Millionen Euro in kommunalen Einrichtungen und im Krankenhaus sowie an Infrastruktureinrichtungen angerichtet, teilte Bürgermeister Wolfgang Viertler LH Gabi Burgstaller (S) bei einem Lokalaugenschein am Montagnachmittag mit. Beim Krankenhaus rechnet man damit, dass der Betrieb auf den Stationen in zwei bis vier Wochen wieder aufgenommen werden kann. Notwendig dafür ist vor allem eine neue Strom- und Notstromversorgung, die zwei bis drei Millionen Euro kosten dürfte. Bis dahin soll die Kooperation zwischen dem Krankenhaus in Mittersill und Zell am See, wohin die Patienten und Patientinnen evakuiert worden waren, aufrechterhalten werden. Über Details werden noch weitere Gespräche geführt.

Schaden rasch beheben

Vordringlich sei es weiters, den entstandenen Schaden am Dammbett der Salzach möglichst rasch zu beheben. Das Land und viele weitere Institutionen bemühen sich, den Betroffenen möglichst rasch, effizient und unbürokratisch zu helfen, sagte Burgstaller. Es sei aber auch wichtig, dass das von der Gemeinde beschlossene Hochwasser-Schutzprojekt möglichst rasch umgesetzt werde. Dazu müsse umgehend mit den betroffenen Grundeigentümern Einigkeit erzielt werden. Bürgermeister Viertler stellte fest, dass bereits rund mit der Hälfte der Grundeigentümer Gespräche geführt worden seien und bei einem Großteil eine sehr positive Grundeinstellung zu dem Projekt herrsche. (APA)

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