Rapid in Tirol schon unter Druck

19. Juli 2005, 21:27
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Nach verpatztem Auftakt wartet ein heißer Tanz auf den Meister - Hickersberger: "Alles andere als leicht" - Tirol soll frecher sein

Innsbruck/Wien - Zwei Sieglose der Saisonpremiere bestreiten am Dienstag (19.30 Uhr) die Ouvertüre zur zweiten Fußball-Runde der T-Mobile-Bundesliga. Auf dem Innsbrucker Tivoli-neu treffen FC Wacker Tirol und Rapid aufeinander, wobei nach dem unerwarteten Heim-2:3 zum Auftakt gegen Puntigamer Sturm Graz besonders der Meister schon unter Druck steht.

Josef Hickersberger macht daraus auch überhaupt kein Hehl. "Wir müssen in Innsbruck punkten. Aber das wird alles andere als eine leichte Aufgabe", sagt der Rapid-Trainer. Er und seine Truppe werden mit dem Ex-Rapidler Feldhofer einen Mann wieder sehen, der am 11. Mai mit seinem Tor in der Südstadt wesentlichen Anteil am 31. Meistertitel hatte, inzwischen aber das Lager wechselte.

"Wir freuen uns alle auf Ferdl. Er wird aber nicht böse sein, wenn wir uns über einen Sieg noch mehr freuen werden", meinte der Augen zwinkernde "Hicke", der denselben Kader wie gegen Sturm zur Verfügung hat. Payer und Hofmann stehen vor ihrem 101. Pflichtspiel-Einsatz im Rapid-Dress. Die Statistik spricht vor dem 103. Duell für die Gäste. Seit Gründung der Bundesliga 1974 gab es 44 Rapid-Siege, 28 Remis und 30 Tirol-Erfolge (164:128 Tore).

Die jüngste Innsbrucker Sieg datiert aus dem Meisterjahr und zwar vom 20. April 2002 (1:0 in Wien). Seit dem Wiederaufstieg reichte es in den vier Spielen der vorigen Saison nur zu einem von zwölf möglichen Punkten (2:2 in Wien nach 2:0-Führung). Mehr als einen Zähler (0:0) wie zum Auftakt in Ried gegen den dortigen Aufsteiger haben die Tiroler zur Heimpremiere im Visier.

"Wir müssen frecher spielen", kündigte Wacker-Trainer Stanislaw Tschertschessow an. Das 0:0 im Innviertel bezeichnete er als "Charaktertest, den wir bestanden haben". Das Fundament eines Teams sei die Abwehr, dieses Fundament sei gut. Freilich muss die Ladehemmung und Ideenlosigkeit abgelegt werden. Deshalb könnte statt B. Akwuegbu, der in 608 Minuten noch nie für Wacker getroffen hat, H. Aigner im Sturm ein Chance erhalten.

"Beide Mannschaften wollen drei Punkte, es wird eine interessante Partie, die wir hoffentlich zu unseren Gunsten entscheiden werden", sagt Tschertschessow, der genau weiß, dass der Gegner nach der Niederlage etwas gutzumachen hat. Die Aufstellung und die Taktik werden sicherlich anders als in Ried, also offensiver, sein. Sicher ist weiters, dass der gesperrte Hölzl pausieren muss.(APA)

  • FC Wacker Tirol - SK Rapid Wien (Dienstag, 19.30 Uhr/live Premiere Austria, Innsbrucker Tivoli neu, Schiedsrichter Drabek). Resultate der vorigen Saison: 1:4 (auswärts), 0:2 (heim), 2:2 (a), 1:2 (h)

    Tirol: Pavlovic - Schroll, Feldhofer, H. Eder, Knabel - Mimm, Grüner, Tapalovic, Brzeczek, Windisch - H. Aigner/Aganun

    Ersatz: Planer - Schreter, Mader, A. Gruber, Seelaus, Martin Dollinger, B. Akwuegbu

    Es fehlen: Hölzl (gesperrt), Pacanda, Alex Hörtnagl, Hattenberger (alle verletzt)

    Rapid: Payer - Korsos, Valachovic, Bejbl, Adamski - Martinez, Hofmann, Hlinka, Ivanschitz - Akagündüz/Lawaree, Kincl

    Ersatz: Hedl - Dober, Prenner, Kienast, Kavlak, Matthias Dollinger

    Es fehlen: Labant, Martin Hiden, Katzer, Burgstaller, Markus Hiden, S. Kulovits (alle verletzt), Garics, Tosun (beide Trainingsrückstand)

    • Bild nicht mehr verfügbar

      "Wir müssen in Innsbruck punkten"

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