Marthaler eröffnet mit "Tristan und Isolde"

26. Juli 2005, 11:37
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Regisseur wagt sich mit Wagner auf "Neuland" - Robert Dean Smith und Nina Stemme singen Hauptrollen

Bayreuth - Mit dem Liebesdrama "Tristan und Isolde" werden am Montag (25. Juli) die 94. Richard-Wagner-Festspiele in Bayreuth eröffnet. In der Neuinszenierung des Schweizer Regisseurs Christoph Marthaler singen der amerikanische Tenor Robert Dean Smith und die schwedische Sopranistin Nina Stemme die Hauptrollen. Die musikalische Leitung hat der Japaner Eiji Oue, der damit als erster Asiat im Festspielhaus dirigieren wird.

Neuinterpretation eines Klassikers

Die Interpretation von Christoph Marthaler ist die zehnte Neuinszenierung von "Tristan und Isolde" in der Geschichte der Festspiele. Das Ausnahmestück im Schaffen Richard Wagners (1813- 1883), das er zwischen 1857 und 1859 komponiert hatte, erlebte 1886 seine Bayreuther Erstaufführung unter der Leitung von Wagners Witwe Cosima. Die bisher letzte Neuinszenierung in Bayreuth stammte von Heiner Müller. Sie stand zwischen 1993 und 1999 auf dem Spielplan.

Der Spielplan wird komplettiert durch Aufführungen von "Lohengrin" (Regie: Keith Warner/Dirigent: Peter Schneider), "Der fliegende Holländer" (Claus Guth/Marc Albrecht), "Tannhäuser" (Philippe Arlaud/Christian Thielemann) und "Parsifal" (Christoph Schlingensief/Pierre Boulez). Bis zum 28. August haben knapp 60.000 Besucher die Gelegenheit, im von Richard Wagner selbst entworfenen Festspielhaus die Werke des Meisters zu hören. Alle 30 Aufführungen sind ausverkauft. Nach Angaben des Festspielbüros überstieg die Nachfrage das Kartenangebot bei weitem. (APA/dpa)

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    Tristan und Isolde, Detail eines Gemäldes von Edmund Leighton Blair (1902)

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