"25 Peaces" irritieren auf der Autobahn

18. Juli 2005, 13:13
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Transparente markieren die ehemaligen Besatzungszonen und sollen heutige "Freiheit und Unbegrenztheit" bewusst machen

Wien - Noch größeres Irritationspotenzial als sonst hat der heurige Urlaubsreiseverkehr: Wer derzeit an rund einem Dutzend Orten auf verschiedenen österreichischen Autobahnen bzw. Haupterverkehrsachsen vorbeifährt, kann Transparenten etwa mit der Aufschrift "You are leaving the US-Zone" bzw. "Vous entrez dans la zone francaise" erblicken. Damit erinnern die Macher der Jubiläumsjahr-Projekte "25 Peaces" an die Zonengrenzen nach dem Zweiten Weltkrieg im besetzten Österreich. Das Projekt "Peace geteilt" ist bis 25. Oktober zu sehen.

"Freiheit und Unbegrenztheit, in der wir heute leben"

Mit der Markierung der ehemaligen Zonengrenzen wollen die von Graz 2003-Organisator Wolfgang Lorenz und Bundestheater-Holdingchef Georg Springer gestalteten "25 Peaces" die "Freiheit und Unbegrenztheit, in der wir heute leben", ins Bewusstsein rücken, heißt es in einer Projektbeschreibung. Es soll gezeigt werden, "wie fragmentiert die heutige Republik in den Jahren 1945-55 gewesen ist."

Auch die nächsten Projekte haben mit der Besatzungszeit zu tun. Ab 1. September werden beim "Peace geviertelt" die "Vier im Jeep" die ehemaligen Zonengrenzen in Wien mit Farbe markieren. Das Haus der Industrie wird durch eine "visuelle Intervention" als ehemaliger Sitz des Alliierten Rates kenntlich gemacht ("Peace besetzt"). Österreichs Gastwirte sollen durch eigens kreierte Menüs auf die kulinarischen Eigenheiten der Besatzungsmächte hinweisen ("Peace bekocht"). Und am 25. Oktober wird im "Peace verabschiedet" des Abzugs der Alliierten gedacht, indem "alliierte Soldaten" im Straßenbahnnetz der Stadt Wien auftauchen werden. (APA)

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    foto: 25 peaces
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