Österreicher haben hohes Bewusstsein für Artenschutz

19. Juli 2005, 17:39
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Handel mit bedrohten Tier- und Pflanzenarten eine der Hauptursachen für die Gefährdung vieler Arten

Wien - 81 Prozent der Österreicher glauben, dass es wild lebende Tier- und Pflanzenarten gibt, die durch Handel mit ihnen oder mit Produkten aus ihnen gefährdet sind. Das ergab eine unter 1.000 Männern und Frauen durchgeführte Gallup-Umfrage. "Die intensive Informationstätigkeit von Lebensministerium und WWF zeigt erste Erfolge", so Jutta Jahrl, Artenschutzexpertin des WWF Österreich, am Montag.

Das Bewusstsein für die Gefährdung von Arten durch Heimtierhandel und Souvenirkauf sei relativ hoch. Mit steigenden Wissensstand in der österreichischen Bevölkerung bestünde die Hoffnung, dass Vergehen gegen das Washingtoner Artenschutzübereinkommen (CITES) in Zukunft zurückgehen werden, gab sich Jahrl optimistisch. Das Abkommen und EU -Gesetze regeln den internationalen Handel mit mehr als 30.000 gefährdeten Tier- und Pflanzenarten.

73 Prozent der Befragten wussten, dass exotische Tiere wie Papageien geschützt sind. 93 Prozent waren darüber informiert, dass das Geschäft mit Elfenbein verboten ist. Dass der Handel mit Stör- Kaviar streng limitiert ist, war nur 47 Prozent klar. Hier sei noch verstärkte Bewusstseinsbildung nötig, so der WWF.

Souvenirs aus geschützten Tier- und Pflanzenarten

13 Prozent der Umfragenteilnehmer gaben sogar zu, selbst schon Souvenirs von Tieren und Pflanzen aus dem Urlaub mitgebracht zu haben. "Wenn man bedenkt, wie viele Österreicher jährlich ins Ausland verreisen, ist die Nettozahl der jährlich eingeführten Souvenirs aus geschützten Tier- und Pflanzenarten beziehungsweise Lebendimporte relativ hoch", so Jahrl.

Der Handel mit bedrohten Tier- und Pflanzenarten beziehungsweise mit Souvenirs und Produkten daraus sei eine der Hauptursachen für die Gefährdung vieler Arten, warnte der WWF. In der Urlaubszeit werden Tausende solcher Produkte eingeführt, und das Geschäft mit lebenden Tieren, wie etwa Reptilien, steigt "auffällig an". (APA)

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