Booz Allen Hamilton sieht WiMAX nicht als UMTS-Konkurrenz

26. Juli 2005, 10:15
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Chance "in entlegenen Gebieten" - Intel und Nokia haben kürzlich eine WiMAX-Kooperation bekannt gegeben

Drahtlose lokale Funknetzwerke der nächsten Generaton ("WiMAX", Worldwide Interoperability for Microwave Access) haben nach Einschätzung der internationalen Unternehmensberatungsagentur Booz Allen Hamilton nur ein geringes Geschäftspotenzial. Sie hätten primär in entlegenen Gebieten eine Chance, bei denen der Ausbau des Festnetzes zu teuer käme und auch nicht der neue Mobilfunkstandard UMTS angeboten wird.

Kostengünstige Alternative zu UMTS

WiMAX wird von zahlreichen Experten als kostengünstige Alternative zu UMTS angesehen und soll die Nachfolge von WLan antreten, das derzeit bei sogenannten Hotspots angeboten wird. Allerdings warnen die Unternehmensberater davon, dass eine Reichweite von bis zu zehn Kilometern im WiMAX-Netz nur außerhalb von Gebäuden und die propagierten Datenraten von 4 Mbit/s und mehr nur in unmittelbarer Nähe einer Sendestation möglich seien. Damit würde UMTS schon bald eine ähnlich hohe Datenübertragungsgeschwindigkeit wie WiMAX haben.

Chancen

Die Weltmarktführer bei Halbleitern bzw. Handys sehen die Chancen von WiMAX aber offensichtlich besser. Intel und Nokia haben vor kurzem angekündigt, bei dieser drahtlosen Breitband-Internettechnik kooperieren zu wollen. (APA)

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