Grüne: Familienförderung kein Schutz vor Armut

18. Juli 2005, 11:31
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Ein Drittel der Alleinerziehenden und Familien ab drei Kindern armutsgefährdet

Wien - Auch die Grüne Familiensprecherin Sabine Mandak überzeugt die IHS-Studie zu den Familienleistungen nicht. Auch wenn der größte Teil der Familienförderungen an untere Einkommensgruppen gehe, "gelingt es nicht, die Unterstützung so zu regeln, dass Familien vor Armut geschützt sind. Ein Drittel der Alleinerziehenden und der Familien ab drei Kindern, in denen nur ein Elternteil erwerbstätig ist, sind armutsgefährdet".

Erwerbsquote

Kritisch zu hinterfragen sei auch der Vergleich der Erwerbsquote von Frauen, so Mandak in einer Aussendung. Da Erwerbstätigkeit schon ab einer Wochenstunde gerechnet werde, heiße das noch lange nicht, dass Frauen auch eine eigene existenzsichernde Absicherung hätten. Auch die Grüne Abgeordnete drängt auf den Ausbau der Kinderbetreuungseinrichtungen. Für die meisten Frauen sei nämlich eine Ausweitung der Arbeitszeit nicht möglich, da entsprechende Betreuungseinrichtungen fehlten, die die Arbeitszeiten der Eltern berücksichtigen. (APA)

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