Fahndung nach Verdächtigem

26. Juli 2005, 18:00
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Junger Mann soll kurz vor Explosion aus Bus ausgestiegen sein - Behörden bestätigten Zündung des Sprengsatzes per Fernsteuerung

Istanbul - Nach dem Bombenanschlag im türkischen Urlaubsort Kusadasi fahndet die Polizei Medienberichten zufolge nach einem verdächtigen Mann. Bei dem Attentat waren am Samstag fünf Urlauber getötet und 13 verletzt worden.

Rasiert, zwischen 25 und 30

Die Polizei suche nach einem glatt rasierten Mann mit dunklem Teint zwischen 25 und 30 Jahren, berichteten türkische Zeitungen am Montag. Der Fahrer des explodierten Kleinbusses, Cemal Ucar, hatte ausgesagte, der Mann sei am dem Morgen des Anschlags mehrere Male mit dem Bus gefahren und habe ihn erst kurz vor der Explosion des offenbar unter einem Sitz deponierten Sprengstoffs verlassen. Ucar hatte bei dem Anschlag ein Auge verloren. Die Polizei lehnte es ab, sich zu den Berichten zu äußern. Die Behörden bestätigten aber, dass der Sprengsatz per Fernsteuerung gezündet worden sei. Der britische Botschafter in der Türkei hatte am Vortag gesagt, die Türkei gehe von einem Anschlag der verbotenen Kurdischen Arbeiterpartei (PKK) aus.

Während die Polizei die Sicherheitsvorkehrungen in der Region weiter hoch hielt, normalisierte sich die Lage in den Urlauberhotels weitgehend. Reiseveranstalter sagten, sie hätten bislang keine Hinweise auf Stornierungen. Deutsche Reiseveranstalter boten ihren Türkei-Touristen jedoch kostenlose Umbuchungen an. Deutschland und Frankreich weiteten ihre Sicherheitswarnungen auf die gesamte Türkei aus. Im vergangenen Jahr reisten vier Millionen Deutsche Urlauber in die Türkei. (Reuters)

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