Gysi über "blinden Hass" entsetzt

21. Juli 2005, 20:03
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PDS-Chef fordert Solidarität mit Lafontaine

Chemnitz - Der designierte PDS-Spitzenkandidat Gregor Gysi hat angesichts der zunehmenden Angriffe gegenüber Oskar Lafontaine mehr Solidarität mit dem früheren deutschen Finanzminister und SPD-Chef gefordert. Er sei über den "blinden Hass" entsetzt, sagte Gysi der Chemnitzer "Freien Presse".

Die SPD-Spitze wolle es offenbar nicht dulden, dass einer von ihnen einen Weg gehe, den sie nicht akzeptierten. Die Parteiführung besitze nicht die Fähigkeit, selbstkritisch darüber nachzudenken, "warum ihnen die Wählerzustimmung abhanden gekommen ist". Im Unterschied zur SPD sei Lafontaine sich selbst treu geblieben, sagte Gysi.

Der PDS-Wahlkampfleiter Bodo Ramelow warf den etablierten Parteien erneut vor, eine Pogromstimmung gegen die erstarkende Linke entfachen zu wollen. Offenbar gebe es große Furcht vor dem, was sich im linken Parteienspektrum Bahn breche. (APA/AP)

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