Bücher für die digitale Welt

25. Juli 2005, 11:53
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Start-up Treventus gewann "i2b & Go!"-Businessplanwettbewerb

Um Bücher auch digital nutzbar zu machen, werden weltweit schon seit Jahren neuartige Technologien entwickelt: Auch in Österreich, unter anderem vom Unternehmen Treventus Digital Solutions, das ein System zur "schonenden, kostengünstigen und effektiven Massendigitalisierung von Büchern" gebaut hat und so kürzlich den Businessplanwettbewerb "i2b & Go!" gewann. ScanRobot nennt sich das Projekt, die Jury überzeugte die "kohärente Ausarbeitung des Businessplans sowie die klare Darstellung von Produkt, Kundennutzen und beachtlichem Marktpotenzial", wie es hieß.

Anwendung soll das Gerät einerseits im Bibliotheks- und Archivbereich, andererseits zur Unterstützung von Menschen mit Behinderungen finden. Treventus gewann einen Studienplatz im "Professional MBA Entrepreneurship Central Europe", für den man ohne Wettbewerbsgewinn 25.000 Euro berappen müsste.

Die Gesichte von Treventus begann vor zwei Jahren in einem Schlafwagen von Amsterdam nach Wien. Wolfgang Zagler von Institut "Integriert studieren" an der TU notierte die Idee auf einem Zettel. Bis das universitäre Gründerzentrum Inits, ein Academia plus Business (AplusB) Zentrum, die Idee als marktfähige Erfindung erkannte. Zagler suchte daraufhin gemeinsam mit Iinits drei Studenten, die seine Idee zu einem Produkt weiterentwickeln sollten. Die Studenten Stephan Tratter (Elektrotechnik), Christoph Bauer (Wirtschaftsingenieurwesen-Maschinenbau) und Markus Barth (Mikroelektronik) befinden sich im letzten Studienjahr. Die Entwicklung des Prototyps und die wirtschaftliche Umsetzung des Projekts ist auch Inhalt ihrer Diplomarbeit. Der Professor selbst ist an der Firma beteiligt, bleibt aber an der Universität.

AplusB-Zentren werden maximal zehn Jahre öffentlich gefördert. Die Kosten werden in den ersten fünf Jahren zu höchstens 45 Prozent vom Bund aus dem von der Forschungsförderungsgesellschaft (FFG) abgewickelten AplusB-Programm übernommen, die übrigen Kosten werden aus Eigenmitteln der Zentren (mindestens 20 Prozent) sowie aus Ländermitteln (mindestens 35 Prozent) finanziert. Für weitere fünf Jahre gilt: maximal 25 Prozent Bund, mindestens 50 Prozent Eigenmittel, mindestens 25 Prozent Ländermittel. (DER STANDARD, Printausgabe, 18.07.2005)

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