Teuerungsrate im Juni bei 2,3 Prozent

31. Juli 2005, 18:13
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Keine Veränderung im Anstieg gegenüber Mai - Verbraucherpreis-Index im Juni bei 110,8 Punkten

Wien - Die Inflationsrate für Juni 2005 beträgt nach Berechnungen der Statistik Austria 2,3 Prozent und ist damit genauso hoch wie im Vormonat. Der Preisanstieg wird weiterhin vor allem durch die Hauptgruppe Wohnen, Wasser und Energie verursacht, so die Statistik Austria in einer Pressemitteilung.

Der Indexstand des Verbraucherpreis-Index (VPI) für den Monat Juni 2005 betrug 110,8 (2000=100). Gegenüber Mai 2005 ist das durchschnittliche Preisniveau um 0,4 Prozent gestiegen. Der harmonisierte Verbraucherpreisindex (HVPI) betrug im Juni 2,0 Prozent, der Indexstand des HVPI (1996=100) lag bei 114,7.

Wohnen, Wasser, Energie weiter teurer

Die Verteuerungen bei Wohnen, Wasser und Energie gegenüber Juni 2004 (+5,9%) verursachen weiterhin fast die Hälfte der Inflationsrate. Verantwortlich dafür war der Preisanstieg bei den Betriebskosten (+15%), bei den Wohnungsmieten (+4,0%) und bei der Haushaltsenergie (+6,7%). Bei letzterer sind die Flüssigen Brennstoffe um 26 Prozent teurer als vor einem Jahr.

Für ein Achtel der derzeitigen Inflationsrate ist die Hauptgruppe Verkehr (+2,1%) verantwortlich. Hier sind es vor allem die Kraftstoffe und Schmiermittel, die um durchschnittlich um neun Prozent teurer sind als vor einem Jahr. Die deutlichsten Preiserhöhungen im Jahresabstand gab es bei Diesel (+18%), während Normalbenzin und Superbenzin nur um je 4% teurer wurden.

Preiserhöhungen waren auch in der Hauptgruppe Verschiedene Waren und Dienstleistungen (+3,1%) bei allen Versicherungsdienstleistungen (durchschnittlich +3,9%) zu beobachten. In der Hauptgruppe Nachrichtenübermittlung (-8,9%) traten weiterhin deutliche Preisrückgänge auf (Telefondienstleistungen durchschnittlich -9%).

Urlaubssaison macht sich bemerkbar

Im Vergleich mit Mai 2005 macht sich in der Hauptgruppe Verkehr (durchschnittlich +1,3%) laut Statistik Austria der Beginn der Urlaubssaison bemerkbar; so waren etwa Flugtickets um 17 Prozent teurer als vor einem Monat. Abgesehen davon habe es - im Gegensatz zum Vormonat - Preissteigerungen beim Betrieb von privaten Verkehrsmitteln gegeben (durchschnittlich +0,8%), die vor allem durch die Verteuerung von Kraftstoffen und Schmiermitteln verursacht worden seien. Die Hauptgruppe Verkehr sei damit auch hauptverantwortlich für den Preisanstieg um 0,4 Prozent gegenüber Mai 2005.

Mit Beginn der Hauptreisezeit waren in allen Tourismusbereichen Preissteigerungen gegenüber dem Vormonat zu beobachten. In der Hauptgruppe Freizeit und Kultur (durchschnittlich +0,8%) gab es saisonal bedingte Verteuerungen bei Pauschalreisen (+4,5%); Flugpauschalreisen wurden im Durchschnitt um sieben Prozent teurer. Für die Preissteigerungen der Hauptgruppe Restaurants und Hotels (+0,7%) waren vor allem die Beherbergungsdienstleistungen (durchschnittlich +5,0%) verantwortlich, davon in erster Linie die Übernachtungen im Ausland/Appartement, die mit einem Plus von 19 Prozent diesen Preisanstieg verursachten. (red)

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