60 Tote bei Flugzeugabsturz in Äquatorial-Guinea

20. Juli 2005, 07:50
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Zahlreiche Schüler unter Toten - Staatsoberhaupt ordnet dreitägige Staatstrauer an

Malabo - Bei einem Flugzeugabsturz in Äquatorialguinea sind 60 Menschen ums Leben gekommen. Das teilte der Präsident des zentralafrikanischen Landes, Teodoro Obiang Nguema, am Sonntagabend mit. Bei den Opfern handle es sich zum größten Teil um Frauen und junge Menschen, fügte der Staatschef hinzu.

Laut Rundfunkberichten sind unter den Toten zahlreiche Schüler, die sich auf dem Rückweg aus den Ferien befanden. Keiner der Passagiere an Bord überlebte das Unglück. Der Präsident ordnete eine dreitägige Staatstrauer an.

Die Maschine der Privatlinie Ecuatair, eine Antonov russischer Bauart, war am Samstag etwa 30 Kilometer von der Hauptstadt Malabo entfernt verunglückt. Ein Augenzeuge berichtete, die Maschine fing am Samstag gegen neun Uhr MESZ plötzlich Feuer und stürzte dann in den Dschungel. Sie befand sich auf dem Weg von Malabo, das auf einer Insel vor der Atlantikküste liegt, in die Stadt Bata auf dem Festland und wurde bereits unmittelbar nach dem Start vermisst.

Der Passagierliste zufolge befanden sich an Bord des Inlandsflugs 45 Menschen. Die genaue Zahl ist nur schwer festzustellen, weil das Flughafenpersonal des Landes oft mit Schmiergeld dazu bewegt wird, zusätzliche Passagiere an Bord zu nehmen. Die Inlands-Fluglinien des Landes, das von seinen Ölvorkommen lebt, benutzen meist veraltete Maschinen sowjetischer Bauart, die auf Flughäfen anderer Staaten in der Region keine Landeerlaubnis mehr erhalten. (APA)

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