Mehr Geisterfahrer-Meldungen als je zuvor

19. Juli 2005, 10:55
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233 Alarmierungen bei Ö3-Verkehrsservice - Gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres plus zehn Prozent - Mit Grafik

Wien - 233 Geisterfahrermeldungen sind im ersten Halbjahr 2005 beim Ö3-Verkehrsservice registriert worden - so viele wie noch nie in einem ersten Halbjahr. Gegenüber dem ersten Halbjahr 2004 bedeute das ein Plus um rund zehn Prozent, teilte das Ö3-Verkehrsservice in seiner am Montag veröffentlichten Statistik mit. In der Bundesländerstatistik führt Niederösterreich mit 42 Meldungen vor Tirol und der Steiermark mit je 39 Alarmierungen.

Vierter wurde Kärnten mit 36 Meldungen vor Oberösterreich mit 35, Wien mit 16, Salzburg mit zwölf und dem Burgenland mit acht. Letzter wurde Vorarlberg mit sechs Meldungen. Anstiege waren dabei in Tirol, Wien, der Steiermark und im Burgenland zu verzeichnen, Rückgänge in Niederösterreich, Salzburg, Kärnten, Vorarlberg und in Oberösterreich.

Wochenende am gefährlichsten

Die gefährlichsten Wochentage waren Samstag und Sonntag. Mit 44 Meldungen war der März der stärkste Monat. Erfahrungsgemäß die meisten Geisterfahrer gibt es laut Ö3 in den Sommermonaten, die wurden in der Statistik des ersten Halbjahres noch nicht berücksichtigt.

Die meisten Geisterfahrten gab es im ersten Halbjahr 2005 auf der Südautobahn A2 mit 53 vor der Inntalautobahn A12 mit 27 und der Westautobahn A1 mit 17. Neuralgische Punkte waren Autobahnknoten, auf denen 19 Mal Alarm gegeben wurde. Besonders gefährlich waren die Knoten Graz West, wo die A2 und die Pyhrnautobahn A9 zusammenlaufen und Wiener Neustadt mit der Verbindung A2/S4 Mattersburg-Schnellstraße aufeinander treffen.

Die meisten Geisterfahrer-Meldungen gab es auf der Inntalautobahn A12 im Unterland zwischen Innsbruck Ost und Kufstein mit 18. Zweiter wurde die Wörthersee-Strecke der Südautobahn A12 zwischen Klagenfurt und Villach mit 15 Alarmierungen, dritter die Südautobahn zwischen Klagenfurt/Ost und Bad St. Leonhard mit neun Meldungen. Die beiden stärksten Tage waren der 4. März und der 28. Mai mit je fünf Geisterfahrern.

Ein Geisterfahrer-Unfall endete tödlich - am 31. Jänner starb auf der Pinzgauer-Bundesstraße B311 ein Mensch bei Bruck an der Glocknerstraße, wo die Richtungsfahrbahnen baulich getrennt sind. Das zweite Halbjahr begann mit einem Geisterfahrer-Unfall auf der Tauernautobahn A10: Ein Lkw-Lenker war in der falschen Richtung unterwegs, drei Menschen starben. (APA)

  • Ein geisterfahrender LKW im Tauerntunnel. Screenshot einer Überwachungskamera.
    foto: der standard/cremer

    Ein geisterfahrender LKW im Tauerntunnel. Screenshot einer Überwachungskamera.

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