Schweizer Großexpedition zurück gekehrt

25. Juli 2005, 12:57
posten

Rund 70 Mediziner und Bergsteiger erforschten auf dem Muztagh-Ata in China Höhenkrankheiten

Zürich - Die größte Schweizer Forschungsexpedition der vergangenen Jahre ist am Sonntagnachmittag in die Schweiz zurückgekehrt. Rund 70 Mediziner und Bergsteiger erforschten auf dem Muztagh-Ata (7.546 m.ü.M.) in China Höhenkrankheiten.

"Die Bilanz ist von allen Seiten sehr positiv", sagte der Sprecher der Expedition, Tommy Dätwyler, am Sonntag. Eine Fortsetzung der Expedition sei nicht ausgeschlossen. Bereits am Donnerstag war eine erste Gruppe von Islamabad (Pakistan) am Zürcher Flughafen gelandet. Am Sonntagnachmittag kehrte dann die Expeditionsleitung mit der zweiten Gruppe in die Schweiz zurück.

Nicht alle schafften es ans Ziel

Ziel der Expedition ist die Erforschung von Höhenkrankheiten. Dazu wurden verschiedenste Messungen gemacht. Laut Dätwyler wurden sogar noch auf dem Gipfel Lungenfunktionstests durchgeführt. Resultate sind frühestens in einem Jahr zu erwarten. Die Forscher gehen aber bereits jetzt von Erfolg versprechenden Daten aus.

Von den rund 70 Alpinisten und Höhenmediziner erreichten laut Dätwyler 48 den Gipfel des 7.546 Meter hohen Muztagh-Ata in Westchina. Ein Drittel der 36 Probanden und Probandinnen - die meisten wegen Erschöpfung - kehrten vorher um.

Zwar litten fast alle Teilnehmenden an Durchfall. Die meisten hätten zudem deutlich abgenommen und seien sehr erschöpft, sagte Dätwyler. Ernsthaft sei aber niemand erkrankt. Ein Träger musste jedoch wegen Verdachts auf ein Hirnödem ausgeflogen werden.

Die Logistik

Zu der Expedition waren am 12. Juni gegen 70 Alpinisten und Höhenmediziner von der Schweiz aus nach China gestartet. 36 Alpinisten und Alpinistinnen nahmen als Probanden teil. Zusammen mit einheimischen Trägern und Helfern standen rund 100 Personen im Einsatz.

Die Ärzte Urs Hefti (Lenzburg AG) und Tobias Merz (Bern) leiteten die Expedition. Für die Logistik war ein Team um den Berner Bergführer Kari Kobler verantwortlich. Das Trio war schon an einer vergleichbaren Forschungsexpedition im Frühjahr 2001 auf den Himalaya-Gipfel Shisha Pangma (Nepal) dabei.(APA/sda)

  • Bild nicht mehr verfügbar

    Aufnahme vom 8. Juli: Expeditionsteilnehmer beim Verlassen des auf 6.300 Metern Höhe angelegten Basiscamps

Share if you care.