Nightskaten von Polizei verbummelt

18. Juli 2005, 21:50
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Das 100. Friday-Night-Skaten in Wien musste vorzeitig abgebrochen werden

Wien - Es war eine Jubiläumstour: Das 100. Friday-Night-Skaten in Wien. Doch just dieses Skaten auf nächtlichen Straßen musste vorzeitig abgebrochen werden: Ohne Vorankündigung hatte die Polizei die Veranstaltung auf Schritttempo gedrosselt. "Aus Sicherheitsgründen", hieß es.

99 Mal hatte die von den Grünen veranstaltete Aktion ohne gröbere Zwischenfälle funktioniert: Jeden Freitagabend finden sich im Sommer die Skater- und Radler-Community am Heldenplatz ein und starten um 22 Uhr zu einer Straßenrundfahrt. Begleitet von einer sonst perfekten Sicherung durch Polizei und "Rolling Guards".

Doch bei der Jubiläumstour, die nach Kaisermühlen führen sollte, drosselte der Einsatzleiter auf Schritttempo; die "Rolling Guards" durften nicht aktiv werden und die Ampeln wurden nicht auf Gelb blinkend geschaltet. Was zu gefährlichen Situationen führte, da manchmal der Querverkehr zu früh Grün bekam. Als die Partie bei der Urania 15 Minuten stehen musste, wurde abgebrochen und zum Heldenplatz zurückgekehrt. Eine Ringrunde, die sonst in 20 Minuten erledigt ist und diesmal fünfviertel Stunden dauerte und massive Staus auslöste.

In einschlägigen Foren werden politische Motive vermutet und Teilnehmer überlegen bereits Protestveranstaltungen - wie eine Skatertour am verkehrsreichen Freitagnachmittag. Die Grünen wollen weiter auf "konstruktive Gespräche" setzen, um die erfolgreiche Veranstaltung weiter fortführen zu können. (frei, DER STANDARD - Printausgabe, 18.7.2005)

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