Don Gil für Burani ein Segen

21. Juli 2005, 11:34
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Italiener: Konzept des "leistbaren Luxus" voll aufgegangen - Filiale in der Slowakei wird noch heuer eröffnet

"Wenn es mehrere Don-Gil-Ketten gäbe, würden wir sie alle erwerben." Giovanni Burani, Konzernchef der Mariella Burani Fashion Group und seit über einem Jahr Besitzer der Ex-Palmers-Tochter Don Gil, zeigt sich mit dem Erfolg der Handelskette mehr als zufrieden. "Wir haben die Geschäfte zu einem guten Preis übernommen, die Verkaufs- und Umsatzentwicklung ist positiv, das Management ausgezeichnet", sagte Burani im Gespräch mit dem STANDARD.

Filiale in der Slowakei

Noch heuer wird Don Gil eine Filiale in der Slowakei eröffnen, weitere Geschäfte im Osten stehen zur Diskussion. Auch schließt Giovanni Burani, Sohn des Firmengründers Walter Burani, eine Diversifikation des Don-Gil-Angebotes nicht aus. Burani wird Ende Juli die Tochterfirma Bioera an die Mailänder Börse bringen. Bioera ist im Bereich Bio-Kosmetika und Bio-Nahrung tätig. Das Unternehmen will die Anzahl der Reformhäuser vergrößern. Außerdem sei ein Angebot von Bioera-Produkten in den 200 Burani- und 37 Don-Gil-Shops möglich.

Mit dem Konzept des "leistbaren Luxus" ist Burani eines der wachstumsstärksten italienischen Modehäuser geworden. In den letzten Jahren wurden u.a. René Lazard, Mila Schön, Don Gil, die Lederwarenfirmen Francesco Biasi, Bracciolini und der Schuhmacher Baldini eingegliedert. Während Moderiesen von Prada bis Gucci die Krise noch nicht überwunden haben, schreibt Burani seit Jahren zweistellige Wachstumsraten.

Kursgewinn von 50 Prozent

Im ersten Quartal 2005 ist der Umsatz um zwölf auf 117,6 Mio., der Vorsteuergewinn um 19 Prozent auf knapp sieben Mio. Euro gestiegen. Seit dem Börsenstart 2000 liegt der Kursgewinn bei 50 Prozent. Erfolgreich war Burani 2004 auch mit dem Börsengang der Umwelttochter Greenvision: In einem Jahr stieg der Kurs um 48,5 Prozent. Präsident ist Firmengründer Walter Burani, der mit Frau Mariella und den Söhnen Andrea und Giovanni das Unternehmen steuert.

"Im Segment des leistbaren Luxus steckt auch in Zukunft ein großes Wachstumspotenzial", sagt Giovanni Burani. Österreich sei für Burani im Direktvertrieb nach Italien das wichtigste Land. (Thesy Kness-Bastaroli aus Mailand, DER STANDARD, Print-Ausgabe, 18.7.2005)

  • Nach mehr als einem Jahr jubelt das wachstumsstarke italienische Modehaus Burani über den Kauf der seinerzeitigen Palmers-Tochter Don Gil.
    foto: standard/fischer

    Nach mehr als einem Jahr jubelt das wachstumsstarke italienische Modehaus Burani über den Kauf der seinerzeitigen Palmers-Tochter Don Gil.

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