Neun Soldaten verweigern Befehl bei Einsatz im Gazastreifen

19. Juli 2005, 16:21
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Wollten nicht gegen jüdische Siedler vorgehen - 40 Mann starker Zug von Generalstabschef aufgelöst

Jerusalem - Wegen der Befehlsverweigerung von neun Soldaten hat der israelische Generalstabschef Dan Halutz während eines Einsatzes im Gazastreifen einen 40 Mann starken Zug aufgelöst. Die Soldaten weigerten sich, gegen jüdische Siedler vorzugehen, die einen abgeriegelten Grenzübergang zwischen Israel und dem Gazastreifen blockierten, wie die Streitkräfte am Sonntag mitteilten. Bei anschließenden Zusammenstößen zwischen Soldaten und Siedlern wurden am Samstagabend mehrere Menschen verletzt.

Die Soldaten sollten mehrere Autos abschleppen, die den Übergang blockierten. Israel hat die jüdischen Siedlungen im Gazastreifen in der vergangenen Woche abgeriegelt. Damit soll kurz vor Beginn des geplanten Abzugs ein Zuzug von Abzugsgegnern aus Israel und dem Westjordanland verhindert werden. Die Befehlsverweigerung war die bislang umfangreichste, seit jüdische Siedler die Soldaten dazu aufgerufen haben. (APA/AP)

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