Armstrong "ist unbezwingbar"

19. Juli 2005, 12:47
4 Postings

Auch auf seiner letzten Tour zeigt der Sechsfach-Sieger keine Schwächen, auf der ersten Pyrenäen-Etappe konterte er alle Angriffe der Kontrahenten souverän

St-Lary-Soulan - Schon kurz nach dem Höllenritt durch die Pyrenäen war Lance Armstrong wieder zum Scherzen aufgelegt. Scheinbar unbeeindruckt von der Hitze, den dauernden Attacken seiner Gegner und den qualvollen Anstiegen plauderte der Texaner Minuten nach der wohl entscheidenden 14. Etappe entspannt über den weiteren Tour-Verlauf. Nicht nur das Lächeln signalisierte unerschütterliches Selbstvertrauen. "Es war ein sehr guter Tag für mich, ich war nie in Gefahr", sagte er.

Gut, besser, Armstrong - auch während seiner letzten Teilnahme gebühren dem 33-Jährige die Superlative. Alle Hoffnungen seiner Gegner, er könnte nach seinem historischen sechsten Gesamtsieg an Willensstärke verloren haben, erwiesen sich als Wunschdenken. Am Samstag wankte der "Gelbe", doch er verteidigte letztlich souverän seinen Thron. "Es war ein nur kleines Problem, dass ich allein war", kommentierte Armstrong, nachdem er auf dem Anstieg zum Port de Pailheres von seiner Equipe "abgeschnitten" war.

Nur wenig später beseitigte Armstrong auf dem Schlussanstieg alle Zweifel. "Er ist unbezwingbar", schrieb die französischen Sportzeitung "L'Equipe" am Sonntag voller Wertschätzung. Erneut ist kein Widersacher in Sicht, der den Texaner auch nur ansatzweise in Gefahr bringen könnte. Vor den Unwägbarkeiten der letzten Rundfahrt-Woche hat Armstrongs Teamchef Johan Bruyneel mehr Respekt als vor den Angriffen anderer Equipen. "Unser größter Rivale ist die Tour de France", sagte der Manager von Discovery Channel.

Und auch der Führende hegt keine Zweifel an seinem neuerlichen Triumph. Gönnerhaft verteilte er schon acht Tage vor Tour-Ende die Plätze neben sich bei der Siegerehrung in Paris. "Ivan Basso und Jan Ullrich sind meine Kandidaten für das Podium. Basso schätze ich etwas stärker ein." (APA/dpa)

Share if you care.