Kein öffentlicher Prozess in BALCO-Affäre

22. Juli 2005, 10:02
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Schuldeingeständnis von Drahtzieher Conte im größten Dopingskandal der US-Sport­geschichte - Sportler müssen nicht aussagen

San Francisco - Im größten Dopingskandal des US-Sports wird es nach einem Schuldeingeständnis des Hauptangeklagten Victor Conte keinen öffentlichen Prozess geben. Der Gründer und Betreiber des in die Dopingaffäre verwickelten Bay Area Laboratory Co-Operative (BALCO) in Burlingame (US-Bundesstaat Kalifornien) hat in San Francisco den Handel mit Dopingsubstanzen sowie den Verstoß gegen das Geldwäschegesetz zugegeben.

Nach der außergerichtlichen Einigung will die Staatsanwaltschaft für Conte eine viermonatige Gefängnisstrafe sowie vier Monate Hausarrest und zusätzlich zwei Jahre kontrollierten Freigang beantragen. Gedroht hatten dem Beschuldigten bis zu 25 Jahre Haft und eine sechsstellige Geldstrafe. Die Urteilsverkündung soll am 18. Oktober erfolgen. Rechtskräftig werde die Einigung aber nur, wenn sie von der Richterin des zuständigen Distrikts anerkannt wird.

Sollte die Richterin dem zustimmen, müssen die von Conte belasteten Sportler keine Zeugenaussagen machen. Er hatte mehr als 30 Aktive mit verbotenen Substanzen, u.a. mit dem Designer-Steroid THG, Wachstumshormonen sowie dem Blutdopingmittel EPO, versorgt. Zu seinen Kunden gehörten neben dem Baseball-Star Barry Bonds von den San Francisco Giants auch der ehemalige 100-Meter-Weltrekordler Tim Montgomery und dessen Lebensgefährtin Marion Jones. (APA/dpa)

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