Annan verurteilt jüngste Gewalt-Welle

18. Juli 2005, 13:42
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Israel zu "Besonnenheit" aufgerufen

New York - UN-Generalsekretär Kofi Annan hat die jüngsten Angriffe auf Israelis scharf verurteilt und deren sofortiges Ende gefordert. Zugleich mahnte er Israel, besonnen zu reagieren.

"Der jüngste Selbstmordanschlag in Netanya und die vom Gaza-Streifen abgefeuerten Raketen, die unschuldige israelische Zivilisten töteten, sind schockierend und verwerflich", erklärte Annan am Samstag in New York. "Es ist dringend nötig, dass solche Handlungen aufhören." Annan begrüßte die palästinensischen Versuche, solche Angriffe zu verhindern und betonte, dass an Israels Recht auf Selbstverteidigung kein Zweifel bestehe. "Aber es muss angemessen und in Übereinstimmung mit internationalen Gesetzen ausgeübt werden."

Gewalt wieder aufgeflammt

Die Gewalt in Nahost war am Dienstag wieder aufgeflammt, als ein palästinensischer Selbstmordattentäter sich in dem israelischen Küstenort Netanya in die Luft sprengte und dabei fünf Israelis tötete. Nachdem es dann auch zu Raketenangriffen auf israelische Ziele kam, startete Israel seinerseits Angriffe, bei denen sieben Mitglieder der radikalen Hamas getötet wurden.

Die Vorfälle gefährdeten die im Februar von beiden Seiten ausgerufene Waffenruhe. Zudem wurden Befürchtungen laut, der für Mitte August geplante Abzug Israels aus dem Gaza-Streifen könne gestört werden. In der Mitteilung der Vereinten Nationen vom Samstag hieß es aber, Annan glaube daran, dass immer noch einen "Schimmer für eine bessere Zukunft, in der zwei Staaten Seite an Seite in Frieden leben" existiere. Daher müssten sich alle Beteiligten auf dieses Ziel konzentrieren. (APA/Reuters)

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