Unsere Freundin, die Hausbank

19. Juli 2005, 06:30
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KMU sehen sich oft in einem belastenden Abhängigkeitsverhältnis mit der Hausbank

Wovon sind kleine und mittlere Unternehmen abhängig? Vom Markt, von ihren Mitarbeitern und von der Hausbank – so sieht die Realität der meisten KMU aus. Die Abhängigkeit von der Hausbank wird vor allem von jenen Betrieben, die schlechte Ertragsverhältnisse aufweisen, als besonders unangenehm empfunden.

Kontrolle

Das Problem: Der/die VertreterIn der Hausbank ist zwar machtvoll, aber ebenso abhängig von den Rückzahlungen des Betriebs. In vielen Fällen ist die Hausbank in beratender Funktion in den Betrieb eingebunden, Veränderungen zum Negativen können dadurch nur schwer verschleiert werden. Das erhöht den Druck im Geschäftsalltag. Zudem kann es teuer sein, die Bank zu wechseln, was wiederum der Hausbank die Möglichkeit gibt, die Konditionen zu ihren Gunsten zu verändern.

Begrenzte Kulanz

Gute Kontakte zur Hausbank sind in jedem Fall sinnvoll, sie reichen aber nicht aus. Auch gute Bekannte in der Bank können nur so weit gehen, wie es ihnen ihre Kulanzvorschriften erlauben. KMU sind deshalb gut beraten, sich in der Abhängigkeit von der Bank nicht zu weit treiben zu lassen. Beratungsleistungen von Seiten der Hausbank sind sinnvoll, sie sollten jedoch hinterfragt werden.

Im Zweifelsfall sollte auch der Bankwechsel überlegt werden. Hilfreich sind in solchen Situationen Gespräche mit Unternehmen in einer ähnlichen Situation. Sie können über Erfahrungen mit Banken berichten, können Orientierung geben und dem Betrieb helfen, den oder die PartnerIn zu finden, der/die den Bedürfnissen des finanziellen Alltags am besten entspricht. (mas)

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