Rechtschreibreform: Zwei deutsche Bundesländer blockieren

von Redaktion  |  21. Juli 2005, 09:51

Bayern und und Nordrhein-Westfalen setzen die Reform nicht wie andere Länder, Österreich, Schweiz, Südtirol und Liechtenstein verbindlich zum 1. August um

Der Volltext dieses auf Agenturmeldungen (z. B. APA und REUTERS) basierenden Artikels steht aus rechtlichen Gründen nicht mehr zur Verfügung.
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Armin Kern
17.07.2005 15:57
Bin dafür,daß

Deutschland ab jetzt teitschlond heißen sollte oder nicht?

Armin vom Berg der Freude

Kritischer Denker
17.07.2005 15:07

Endlich wieder Sommerloch!

gspu
17.07.2005 13:05
Übrigens

Die einzigen, die wirklich von einer (gut fundierten) Reform profitieren sollten, leiden darunter, weil sie sich im zarten Alter von ca. 6-10 Jahren alle 2 Monate einer neue Rechtschreib"konvention" unterwerfen müssen, die schulfremde Politiker, halbherzige Germanisten, Literaten, Zeitungen, Zwiebelfische und sonstige fragwürdige Institutionen keine Lust auf Umlernen haben (eigentlich reicht die Bandbreite ja bis zum 19. Lebensjahr und weiter). Bin ich froh nicht mehr in die Schule zu gehen.

gspu
17.07.2005 13:10
hoppla

Zwei mal lesen würde helfen. Was ich gemeint habe, ist hoffentlich trotzdem verständlich.

ma le
17.07.2005 12:30
warum einfach, wenns auch kompliziert geht...

- scharfes "s" abschaffen,
- alles klein schreiben, bis auf eigennamen eventuell,
- getrenntschreibung forcieren, vor allem bei verbverbindungen, unabhängig von inhaltlichen aspekten ("getrennt schreiben" versus "zusammenschreiben")

und beinahe alle probleme sind gelöst ;-)

Stuffi
18.07.2005 15:38
Die Getrenntschreibung

ist blöd und sinnentstellend.

Nicht alles was "krebserregend" ist erregt eben auch Krebse.

WStat
17.07.2005 09:25
Sinnlosreform in den Mistkübel !!

Diese sogenannte "Reform" ist ein typisches Beispiel dafür, wie hunderte hochbezahlte "Fachleute" in vielen teuren Arbeitsstunden eine bestehende Problematik nicht nur nicht gelöst, sondern noch viel schlimmer gemacht haben. Von irgendwelchen sinnvollen Reformen ist bei dieser neuen Rechtschreibung nichts zu bemerken, sodaß wir es scheinbar mit einer teuren Arbeitsplatzsicherung und -beschaffung für gelangweilte Germanisten zu tun haben. Meine Hochachtung gehört allen Schriftstellern,Journalisten,Zeitungen und Verlagen, die sich dieser schwachsinnigen "Reform" nicht anschließen und mein tiefempfundenes Mitleid allen, die den verordneten Blödsinn durchführen müssen!

Grillparzer
17.07.2005 16:47
Sie haben recht.

Diese Reform war so überflüssig wie zehn Kröpfe. Sie hat an deutschen Schulen die Fehlerquote in Diktaten und Aufsätzen um 60% erhöht. (An österreichischen übrigens auch, aber den Lehrern wurde ein Maulkorb umgehängt.)
Die Reform selbst wird unentwegt reformiert. Kein Schwein weiß, was nun gilt, was schamhaft zurückgenommen wurde oder demnächst zurückgenommen werden wird. Lehrer blättern mehr in Wörterbüchern, als daß sie unterrichten. Die bedeutendsten deutschsprachigen Autoren der Gegenwart lehnen die Reform einhellig ab und verbieten den Abdruck von Auszügen ihrer Werke in deformierter Schreibweise. Die führenden Zeitungen und Magazine bleiben bei bewährter Orthographie und Zeichensetzung.
Nur ein paar Bürokraten bleiben an Bord.

Bo Vist
17.07.2005 17:03
hehehehe: bitte besser schummeln

aber gehns, das ist doch unsinn: wie kann sich die fehlerquote erhöht haben, wenn immer noch ALLE rechtschreibungen erlaubt sind

spiegel hat modifiziert
bspl: "ondon - Der Inlandsgeheimdienst MI5 sei bei der Überprüfung zu dem Schluss gekommen, dass von dem Hilfslehrer Mohammad Sidique Khan keine Bedrohung ausgehe, berichtete die "Sunday Times" unter Berufung auf einen hohen Regierungsbeamten." - man braucht nur schauen!

und viel mehr wichtige autoren und verlage haben die reform angenommen!

Bo Vist
17.07.2005 11:45
sinnloses geschimpfe

bla-bla

bringens bittschön beispiele, aber systemische, nicht einzelheiten

denn einzelheiten sind sachen für die gewohnheit;

ich seh zum beispiel, dass endlich die idiotische beistrichsetzung bei erweitertm inf gefallen ist: hat ja doch kaum jemand verstanden, diese regelung; noch dazu mit allen ausnahmen ..... (verben des denkens, fühlens, etc); mit ausnahmen von den ausnahmen

alles in allem: feine geschichte, diese reform; wenn sie nicht gut ist dann deshalb, weil einige saurier und erzurunbewegliche weitergehendes verhindert haben.

ChesneyB
18.07.2005 09:04

Na dann lesen Sie mal, was auf www.schriftdeutsch.de steht!

Kain Anderer
17.07.2005 00:36
Rechtschreibreform - ja bitte !

Aber dann bitte das ß (auch bekannt als "scharfes s" vulgo "ß") abschaffen. Die Scweiz braucht es nicht, aber der Restdeutschland kommt anscheinend nicht ohne aus.
Und Österreich ... ?

light sleeper
16.07.2005 20:14
lächerlich

jetzt zwei wochen vor der endgültigen einführung den schwanz einziehen...
typisch politiker, typisches politikum.
aber ja, eh: die rechtschreibung war ja noch nie endgültig. wann kapieren die das denn endlich ;-)

Flavius  
16.07.2005 20:05
Ich bin ein Befürworter der neuen Rechtschreibung.

Dennoch finde ix, daz es wege gibt, di es ermöglixen, das deutqe weitaus einfaxer qreiben tsu können, aux wenn das qriftbild darunter leiden würde, was allerdings bloze gewönungssaxe ist.

Nixt war ?

franz fröhlich
16.07.2005 17:32
Als Gehrer ihre

Unterschrift unter diese "Reform" setzte, gab sie zu, keine Ahnung von dieser zu haben. Da sie auch von der alten Rechtschreibung keine hat, war dieser Schritt für sie kein Problem.
Seitdem hat sich Gehrer nur mehr verschlechtert.

owen breon3 
16.07.2005 18:46
inwiefern kann gehrer sich verschlechtern?

Anton Szanya 
16.07.2005 17:24
Naja

In welcher Rechtschreibung auch immer, das Wort heißt Rückgrat.
Ansonsten ist das ganze Geschrei wenig verständlich. Die meisten Posterinnen und Poster beherrschen weder die alte noch die neue Rechtschreibung, wie aus ihren Ergüssen zu ersehen ist. Bei Vielen mangelt es dazu noch an Satzbau und Wortschatz, wodurch manche Zuschriften die Grenze zur Unverständlichkeit klar überschreiten.
Das legt den Schluss nahe, dass alle, die bisher nichts gelernt haben oder lernen wollten, am lautesten schreien, um nicht unverseshens in die Zwangslage zu kommen, ihr Hirn in Bewegung setzen zu müssen.

nils
16.07.2005 19:07
Zustimmung

Ich kann dir nur zustimmmen. Viele der Kritiker der neuen Rechtschreibung können weder die alten noch die neuen Rechtschreibregeln. Leider. Besonders absurd wird es, wenn Politiker mitreden wollen, die selber keinerlei Ahnung haben und noch dazu massiven Blödsinn "verzapfen". Die Politik hat völlig bei der konsequenten Umsetzung der neuen Regeln versagt. Dabei gäbe es ein einfaches Mittel: es bekommen nur mehr jene Medien Förderungen, die sich der neuen Rechtschreibung bedienen. :-)

ChesneyB
16.07.2005 21:30

Es ist nicht Sache der Politik, die "Reform" umzusetzen, sondern die neue Rechtschreibung muß von der Bevölkerung akzeptiert werden. Rechtschreibung ist eine Konvention. Eine Rechtschreibreform, die von einem Großteil der Bevölkerung (und außerdem von namhaften Schriftstellern, also Leuten, die sich in dem Metier auskennen) abgelehnt wird, ist keine Reform, sondern höchstens eine amtlich verordnete Falschschreibung.

Abgesehen davon sind die neuen Regeln bei Beistrichen, bei der Groß-/Kleinschreibung und der Zusammen-/Getrenntschreibung Schwachsinn. Es handelt sich hier nicht um eine Rechtschreib- sondern um eine Sprachreform, die der Sprache aber Differenzierungsmöglichkeiten nimmt.

gspu
17.07.2005 12:53

Und was haben Schriftsteller mit Orthographie zu tun? Das "Metier" der Schriftsteller ist der Inhalt, nicht die Kodifikation, die eine reine Formsache ist und Literaten eigentlich nichts angeht.

ChesneyB
18.07.2005 09:05

So ein Quatsch! Literatur ist eine Kunstform - da spielt die Schreibweise eine wesentliche Rolle. Und bei der Reform geht es ja nicht nur um die Rechtschreibung - es wird die Sprache selbst geändert.

gspu
18.07.2005 23:19

Was wurde an der >Sprache< geändert? Es war eine Rechtschreibreform, bei der Rechtschreibfragen behandelt wurden. Bitte konkrete Beispiele, danke.
Leider kann ich auch nicht nachvollziehen, was die Schreibung zum Kunstcharakter der Sprache bzw. der Literatur, der zweifellos vorhanden ist, beiträgt oder was die Reform daran geändert hat.

Heinz Kaiser 
16.07.2005 17:50

Die angebliche Rechtschreib-"Reform" ist in Wirklichkeit nur eine Rechtschreib-Kosmetik. Ein paar unwesentliche Kleinigkeiten sollen sich ändern, wirklich grundlegende Änderungen gibt es keine.

Mit einer *richtigen* Rechtschreibreform könnte ich mich durchaus anfreunden. Ein grundlegendes Unding in der deutschen Schrift sind die vielen verschiedenen Methoden, kurze und lang gesprochene Vokale darzustellen.

langer Vokal z.B. in: war, wahr, schief, Stahl, Speer, Zug, fad

kurzer Vokal in: bin, Biss, bist, schick, Tanz, Tanne

Hier mal gründlich aufzuräumen und eine einheitliche Schreibweise für kurze Vokale bzw. lange Vokale einzuführen, daran hat scheinbar niemand gedacht.

ChesneyB
16.07.2005 21:37

Das ist erstens nicht richtig - es haben sich sehr wohl grundlegende Dinge geändert. Zweitens würde eine solche "Reform", wie Sie sie vorschlagen, noch weniger von der Bevölkerung akzeptiert als das derzeitige Machwerk. (Rechtschreibung ist eine Konvention.) Und drittens sehe ich überhaupt keinen Grund, eine derartige Entstellung der (geschriebenen) Sprache vorzunehmen. Mit welchem Argument wollen Sie so etwas rechtfertigen? Daß Kinder leichter lernen? Ich hatte als Kind extreme Schwierigkeiten mit der Rechtschreibung, bis mir meine Eltern in den Ferien einen Stapel Kinderbücher zu lesen gaben. Danach hat sich das sprunghaft gebessert. Ich finde, man sollte hier ansetzen, statt bei der Rechtschreibung "aufzuräumen", wie Sie das nennen.

gspu
17.07.2005 12:55

Warum müssen Kinder Rechtschreibung (zum Beispiel durch intensives Lesen) auswendig lernen, wenn man ihr ein logisches System zugrundelegen könnte, das sich nach Lautung und nicht nach willkürlichen Konventionen, die tw. einige Jahrhunderte alt sind, richtet?

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