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Die einzigen, die wirklich von einer (gut fundierten) Reform profitieren sollten, leiden darunter, weil sie sich im zarten Alter von ca. 6-10 Jahren alle 2 Monate einer neue Rechtschreib"konvention" unterwerfen müssen, die schulfremde Politiker, halbherzige Germanisten, Literaten, Zeitungen, Zwiebelfische und sonstige fragwürdige Institutionen keine Lust auf Umlernen haben (eigentlich reicht die Bandbreite ja bis zum 19. Lebensjahr und weiter). Bin ich froh nicht mehr in die Schule zu gehen.
- scharfes "s" abschaffen,
- alles klein schreiben, bis auf eigennamen eventuell,
- getrenntschreibung forcieren, vor allem bei verbverbindungen, unabhängig von inhaltlichen aspekten ("getrennt schreiben" versus "zusammenschreiben")
und beinahe alle probleme sind gelöst ;-)
Diese sogenannte "Reform" ist ein typisches Beispiel dafür, wie hunderte hochbezahlte "Fachleute" in vielen teuren Arbeitsstunden eine bestehende Problematik nicht nur nicht gelöst, sondern noch viel schlimmer gemacht haben. Von irgendwelchen sinnvollen Reformen ist bei dieser neuen Rechtschreibung nichts zu bemerken, sodaß wir es scheinbar mit einer teuren Arbeitsplatzsicherung und -beschaffung für gelangweilte Germanisten zu tun haben. Meine Hochachtung gehört allen Schriftstellern,Journalisten,Zeitungen und Verlagen, die sich dieser schwachsinnigen "Reform" nicht anschließen und mein tiefempfundenes Mitleid allen, die den verordneten Blödsinn durchführen müssen!
Diese Reform war so überflüssig wie zehn Kröpfe. Sie hat an deutschen Schulen die Fehlerquote in Diktaten und Aufsätzen um 60% erhöht. (An österreichischen übrigens auch, aber den Lehrern wurde ein Maulkorb umgehängt.)
Die Reform selbst wird unentwegt reformiert. Kein Schwein weiß, was nun gilt, was schamhaft zurückgenommen wurde oder demnächst zurückgenommen werden wird. Lehrer blättern mehr in Wörterbüchern, als daß sie unterrichten. Die bedeutendsten deutschsprachigen Autoren der Gegenwart lehnen die Reform einhellig ab und verbieten den Abdruck von Auszügen ihrer Werke in deformierter Schreibweise. Die führenden Zeitungen und Magazine bleiben bei bewährter Orthographie und Zeichensetzung.
Nur ein paar Bürokraten bleiben an Bord.
aber gehns, das ist doch unsinn: wie kann sich die fehlerquote erhöht haben, wenn immer noch ALLE rechtschreibungen erlaubt sind
spiegel hat modifiziert
bspl: "ondon - Der Inlandsgeheimdienst MI5 sei bei der Überprüfung zu dem Schluss gekommen, dass von dem Hilfslehrer Mohammad Sidique Khan keine Bedrohung ausgehe, berichtete die "Sunday Times" unter Berufung auf einen hohen Regierungsbeamten." - man braucht nur schauen!
und viel mehr wichtige autoren und verlage haben die reform angenommen!
bla-bla
bringens bittschön beispiele, aber systemische, nicht einzelheiten
denn einzelheiten sind sachen für die gewohnheit;
ich seh zum beispiel, dass endlich die idiotische beistrichsetzung bei erweitertm inf gefallen ist: hat ja doch kaum jemand verstanden, diese regelung; noch dazu mit allen ausnahmen ..... (verben des denkens, fühlens, etc); mit ausnahmen von den ausnahmen
alles in allem: feine geschichte, diese reform; wenn sie nicht gut ist dann deshalb, weil einige saurier und erzurunbewegliche weitergehendes verhindert haben.
Na dann lesen Sie mal, was auf www.schriftdeutsch.de steht!
In welcher Rechtschreibung auch immer, das Wort heißt Rückgrat.
Ansonsten ist das ganze Geschrei wenig verständlich. Die meisten Posterinnen und Poster beherrschen weder die alte noch die neue Rechtschreibung, wie aus ihren Ergüssen zu ersehen ist. Bei Vielen mangelt es dazu noch an Satzbau und Wortschatz, wodurch manche Zuschriften die Grenze zur Unverständlichkeit klar überschreiten.
Das legt den Schluss nahe, dass alle, die bisher nichts gelernt haben oder lernen wollten, am lautesten schreien, um nicht unverseshens in die Zwangslage zu kommen, ihr Hirn in Bewegung setzen zu müssen.
Ich kann dir nur zustimmmen. Viele der Kritiker der neuen Rechtschreibung können weder die alten noch die neuen Rechtschreibregeln. Leider. Besonders absurd wird es, wenn Politiker mitreden wollen, die selber keinerlei Ahnung haben und noch dazu massiven Blödsinn "verzapfen". Die Politik hat völlig bei der konsequenten Umsetzung der neuen Regeln versagt. Dabei gäbe es ein einfaches Mittel: es bekommen nur mehr jene Medien Förderungen, die sich der neuen Rechtschreibung bedienen. :-)
Es ist nicht Sache der Politik, die "Reform" umzusetzen, sondern die neue Rechtschreibung muß von der Bevölkerung akzeptiert werden. Rechtschreibung ist eine Konvention. Eine Rechtschreibreform, die von einem Großteil der Bevölkerung (und außerdem von namhaften Schriftstellern, also Leuten, die sich in dem Metier auskennen) abgelehnt wird, ist keine Reform, sondern höchstens eine amtlich verordnete Falschschreibung.
Abgesehen davon sind die neuen Regeln bei Beistrichen, bei der Groß-/Kleinschreibung und der Zusammen-/Getrenntschreibung Schwachsinn. Es handelt sich hier nicht um eine Rechtschreib- sondern um eine Sprachreform, die der Sprache aber Differenzierungsmöglichkeiten nimmt.
Was wurde an der >Sprache< geändert? Es war eine Rechtschreibreform, bei der Rechtschreibfragen behandelt wurden. Bitte konkrete Beispiele, danke.
Leider kann ich auch nicht nachvollziehen, was die Schreibung zum Kunstcharakter der Sprache bzw. der Literatur, der zweifellos vorhanden ist, beiträgt oder was die Reform daran geändert hat.
Die angebliche Rechtschreib-"Reform" ist in Wirklichkeit nur eine Rechtschreib-Kosmetik. Ein paar unwesentliche Kleinigkeiten sollen sich ändern, wirklich grundlegende Änderungen gibt es keine.
Mit einer *richtigen* Rechtschreibreform könnte ich mich durchaus anfreunden. Ein grundlegendes Unding in der deutschen Schrift sind die vielen verschiedenen Methoden, kurze und lang gesprochene Vokale darzustellen.
langer Vokal z.B. in: war, wahr, schief, Stahl, Speer, Zug, fad
kurzer Vokal in: bin, Biss, bist, schick, Tanz, Tanne
Hier mal gründlich aufzuräumen und eine einheitliche Schreibweise für kurze Vokale bzw. lange Vokale einzuführen, daran hat scheinbar niemand gedacht.
Das ist erstens nicht richtig - es haben sich sehr wohl grundlegende Dinge geändert. Zweitens würde eine solche "Reform", wie Sie sie vorschlagen, noch weniger von der Bevölkerung akzeptiert als das derzeitige Machwerk. (Rechtschreibung ist eine Konvention.) Und drittens sehe ich überhaupt keinen Grund, eine derartige Entstellung der (geschriebenen) Sprache vorzunehmen. Mit welchem Argument wollen Sie so etwas rechtfertigen? Daß Kinder leichter lernen? Ich hatte als Kind extreme Schwierigkeiten mit der Rechtschreibung, bis mir meine Eltern in den Ferien einen Stapel Kinderbücher zu lesen gaben. Danach hat sich das sprunghaft gebessert. Ich finde, man sollte hier ansetzen, statt bei der Rechtschreibung "aufzuräumen", wie Sie das nennen.
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