Neue Aufgaben für Andreas Herzog

23. Juli 2005, 20:05
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Rekordinternationaler soll Motivationshilfe und Stütze des Future-Teams sein - Herzog: "Mir gefällt es"

Wien - Andreas Herzog wird vom Österreichischen Fußball Bund (ÖFB) in Zukunft stärker in seine Aktivitäten eingebunden. Am Samstagvormittag erschien der Rekordinternationale, der als erster Österreicher über 100 Länderspiele bestritten hat, gemeinsam mit Teamchef Hans Krankl und Willi Ruttensteiner (der U21-Coach ist auch Projektleiter "Challenge 2008") zum Pressegespräch vor dem Future Cup-Spiel am Sonntag in Polen. "Das Team ist schon relativ weit. Mit einigen wie Wallner, Linz oder Feldhofer habe ich noch gespielt und auf die Jüngeren werde ich zugehen", kündigte Herzog an.

Im Februar war der 36-Jährige von ÖFB als "Botschafter" sowie Talente-Ratgeber vorgestellt worden und der 103fache Internationale hat sichtlich Spaß an seiner neuen Rolle. "Ich bin bei den Nachwuchsteams, den Landesverbänden, war bei der Schülerliga und jetzt bei acht bis zehnjährigen Buben in Kärnten. Mir gefällt es", beschrieb der ehemalige Mittelfeldstratege seinen neuen Tätigkeitsbereich.

Von Krankl wurde er beim Challenge Team, mit dem er nach Polen reist, sogar zum Schiedsrichter einer internen Partie eingeteilt. "Irgendwann, wenn sie mich nicht mehr brauchen, werde ich nur mehr Beobachter sein und dann wird eben der Andi vielleicht auch das Training leiten", kündigte sein ehemaliger Vereins- und Nationalmannschafts-Betreuer eine mögliche zukünftige Rochade an.

Ruttensteiner zeigte sich stolz darüber, "dass es keine Normalität ist, wenn so ein Trainer-Stab versucht, diese Burschen an das A-Team heranzuführen." Außerdem sei die Kommunikation mit den Vereinen, die in der Vergangenheit nicht immer klaglos funktioniert hatte, verbessert worden. "Wenn die Klubs nicht zum Team kommen, dann muss eben das Team zu den Klubs kommen."

Auch von Spielerseite gab es positive Rückmeldungen. "Ich bin ständig mit Tormanntrainer Erich Weidenauer in Kontakt, weil ich begriffen habe, dass ich auch neben den normalen Einheiten mehr machen muss", sagte Thomas Mandl, der vom FC Basel in die Heimat zurückgekehrt ist. "Das Projekt ist sehr gut, dass hat man in den Tests gesehen. Jetzt heißt es weiterarbeiten." (APA)

Mögliche ÖFB-Aufstellung für das Future Cup-Spiel Polen gegen Österreich am Sonntag in Breslau (Beginn 17 Uhr):

Mandl (Admira) - Ertl (Sturm Graz), Pircher (Admira), Feldhofer (Wacker Tirol), Schrott (GAK) - Martinez (Rapid), Mörz (Mattersburg), J. Säumel (Sturm), Lasnik (Austria) - Wallner (Admira), Linz (Austria) Ersatz: Borenitsch (Mattersburg) - Dober (Rapid), Eder (Wacker Tirol), Fuchs (Mattersburg), Thonhofer (Admira), Pichlmann (Pasching)

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