Urlauberreisewelle staut Richtung Süden

17. Juli 2005, 09:38
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"Nadelöhr" Tauerntunnel - Zwei Drittel der Stauenden waren deutsche Urlauber

Wien - Wie angekündigt rollte auch an diesem Samstag die sommerliche Urlauberreisewelle über die Transitstrecken im Westen und Süden Österreichs. Erhebliche Behinderungen gab es wieder auf der A10, Tauernautobahn, Richtung Villach. Der Verkehr wurde blockweise abgefertigt. 70 Prozent der stundenlang Wartenden waren deutsche Urlauber, hat der ÖAMTC erhoben.

Der Rückstau vor dem Nordportal des Tauerntunnels in Salzburg reichte zu Mittag bis nach Eben zurück. "Die Blechlawine hat derzeit eine Länge von 25 Kilometern", berichtete Thomas Woitsch vom ARBÖ. Beide Clubs empfahlen, über die ÖBB-Tauernschleuse Böckstein-Mallnitz auszuweichen.

Wartezeit an der Grenze zu Ungarn

Ein weiteres Nadelöhr war die A2, Südautobahn. In Richtung Villach kam es laut ARBÖ vor dem Nordportal des Gräberntunnels zum Stillstand mit drei Kilometer Rückstau.

Auch Urlauber, die bei Nickelsdorf im Burgenland das Land verlassen wollten, standen im Stau. Bei der Ausreise nach Ungarn mussten zwei Stunden Wartezeit in Kauf genommen werden, bis zu eine Stunde bei der Ausreise in Richtung Slowenien an den Grenzübergängen Spielfeld und Karawankentunnel. Die Ausreise am Übergang Spielfeld wurde durch einen Unfall bei Gersdorf erschwert. Dadurch standen die Autofahrer schon vor der Grenze Richtung Spielfeld im Stau.

In Tirol sorgte ein Unfall zwischen Wiesing und Kramsach für erhebliche Behinderungen. Bei Radfeld wurde die Unglücksstelle zwar noch am Vormittag geräumt, dennoch kam es im Reiseverkehr zu Staus von zwölf Kilometern in beiden Richtungen, berichtete der ARBÖ. In Vorarlberg staute es sich in Bregenz vor dem Pfändertunnel, der wegen einer Fahrzeugbergung nicht passierbar war. In Oberösterreich wurde die A8, Innkreisautobahn, Richtung Wels nach einem Unfall gesperrt.

In Bayern brauchten die Autofahrer auf der A8, München-Salzburg, viel Geduld. Richtung Salzburg kam man zwischen Weyarn und Irschenberg auf einer Strecke von rund zwölf Kilometern nur im Schritttempo voran. Auch Richtung München stand man zwischen Holzkirchen und München/Süd im Stau. Der Grund: der Urlauberreiseverkehr. (APA)

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