Orange Werbekrise

22. Juli 2005, 13:32
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Bündniskoordinator Rumpold geht nach internen Streitereien

Wien – "Ich bin nicht der hauptamtliche Mitarbeiter des BZÖ", meint Gernot Rumpold, deutlich verärgert. "Niemand arbeitet ewig um Gottes Lohn", versucht BZÖ-Generalsekretär Uwe Scheuch zu kalmieren. Wie das profil berichtet, hat Rumpold, Miterfinder der Orangen, mit 30. Juni seine Geschäftstätigkeit für das BZÖ beendet.

Gleichzeitig hat er, wie er dem STANDARD bestätigt, auch seine Bewerbung für einen rund Vier-Millionen-Euro-PR- Auftrag von Sozialministerin Ursula Haubner (BZÖ) zurückgezogen. Rumpold hatte freimütig zugegeben, im Gegenzug für seine unentgeltliche Tätigkeit für das BZÖ mit Aufträgen aus den Ministerien zu rechnen und ist dafür von der Opposition heftig kritisiert worden.

Es floss aber nicht nur kein Geld, sondern es kam zuletzt auch zu parteiinternen Meinungsverschiedenheiten. "In dieser Partei gibt es nicht einen Chef, sondern drei", beschreibt ein Involvierter die Situation. Rumpold, langjähriger Weggefährte Jörg Haiders, rieb sich vor allem an Vizekanzler Hubert Gorbach und Parteigeneral Scheuch. Seine Agenden übernehmen Bündniskoordinator Arno Eccher und Medienchef Karl-Heinz Petritz.

Ganz glatt dürfte die Amtsübergabe nicht gelaufen sein: Die neue BZÖ-Homepage www.loungeorange.at, die eigentlich schon letzten Mittwoch starten sollte, ist nach wie vor offline. (tó/DER STANDARD, Printausgabe, 19.7.2005)

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