Nachzählung von Wahlzetteln in zwei Provinzen des Iran

22. Juli 2005, 08:27
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Nach Betrugsvorwürfen eines Präsidentschaftskandidaten an Konservativen

Teheran - Der iranische Innenminister Abdolvahed Mousavi-Lari hat sich bereit erklärt, in zwei Provinzen die bei der Präsidentschaftswahl abgegebenen Stimmzettel neu auszählen zu lassen. In den Provinzen Teheran und Isfahan könnten die Stimmen erneut gezählt werden, um "jeden Zweifel" an der Rechtmäßigkeit der Abstimmung auszuschließen, erklärte Mousavi-Lari laut der amtlichen Nachrichtenagentur IRNA am Freitag in einem Schreiben an den scheidenden Staatspräsidenten Mohammad Khatami.

Der gemäßigte Präsidentschaftskandidat Mehdi Karubi, der bei der ersten Wahlrunde am 17. Juni auf den dritten Platz gekommen war, hatte eine Neuauszählung gefordert. Der Reformer wirft den konservativen Kräften Betrug vor. In der Stichwahl eine Woche später hatte der zweitplatzierte ultra-konservative Teheraner Bürgermeister Politiker Mahmoud Ahmadinejad das Rennen für sich entschieden. (APA)

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