Heute: Pyrenäen, Teil eins

16. Juli 2005, 16:43
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Die 14. Etappe kulminiert im Anstieg zum Port de Pailhères - Angriffe auf Armstrong zu erwarten - Auch Totschnig will "etwas probieren"

Miramas - Die 92. Tour de France begibt sich am Wochenende in die Pyrenäen. Schon das 220,5 Kilometer lange 14. Teilstück am Samstag von Agde nach Ax-3-Domaines wird den Radprofis alles abverlangen. Nur das erste Drittel der Anfahrt auf die Berge verläuft durch flaches Terrain. Doch danach kommt es knüppeldick: Dem 15,2 Kilometer langen Anstieg auf den Port-de-Pailheres folgt nach kurzer Abfahrt die Kletterpartie hinauf nach Ax-3-Domaines.

Lance Armstrong hat wenig gute Erinnerungen an die Strecke: Im Jahr 2003 geriet er beim Schlussanstieg mächtig ins Wanken. Carlos Sastre überquerte damals die Ziellinie als Erster - mit dem Schnuller seiner Tochter im Mund.

Der Gegnerschaft des Serien-Siegers bieten die beiden Tage in den Pyrenäen die wohl letzte Chance auf einen Angriff auf den Amerikaner. Auch Georg Totschnig wird nochmals versuchen, sich in Szene zu setzen. Der Tiroler hatte sich schon vor dem Start das Teilstück von Agde nach Ax-3-Domaines als Terrain für das Unternehmen Etappensieg ausgeguckt. Doch die Topform kommt nach seiner Erkrankung vor der Tour nur allmählich zurück. Totschnig: "Ich fühle mich in den Bergen aber schon besser, am Samstag muss ich etwas probieren." Der Tiroler hat in den Bergen freie Hand, auch Gerolsteiner Kapitän Levi Leipheimer stellt sich in seinen Dienst.

Ivan Basso hat trotz zwischenzeitlichen Schwierigkeiten die Spitze des Gesamt-Klassements noch nicht aus den Augen verloren. "Meine Zeit ist noch nicht vorbei, meine Chance ist erst am Ende der Pyrenäen vorüber", meinte der der Mann von CSC. Als Viertem fehlen ihm derzeit 2, 40 Minuten auf den führenden Armstrong. Ähnliche Gedankten hegt möglicher Weise Mickael Rasmussen. Der Däne kann im Zeitfahren gegen Armstrong nichts ausrichten, muss demnach in den Pyrenäen attackieren.

Mit anderen Ansprüchen geht Peter Wrolich in das Wochenende. "Ich kenne die Pyrenäen und weiß, was auf mich zukommt. Die Etappen sind die Hölle", schauderte es den Kärntner. (red/APA)

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