Nur einer kann ein Goldfisch sein

25. Juli 2005, 10:16
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Vom zwölfköpfigen österreichischen Aufgebot in Montreal kann wohl nur Markus Rogan um Medaillen schwimmen

Wien - Am Sonntag beginnen die Schwimm-Weltmeisterschaften in Montreal (17.-31. Juli). Das zwölfköpfige österreichische Aufgebot stellt sich als eine Mischung aus Routiniers wie Markus Rogan oder Anja Richter, sowie Nachwuchshoffnungen wie Nina Dittrich oder Veronika Kratochwil dar.

Die größten Hoffnungen trägt nach wie vor Rogan, für den zweifachen olympischen Silbermedaillen-Gewinner stellen die Titelkämpfe einen weiteren Schritt zur absoluten Spitze dar: "Der Sinn meiner restlichen Karriere ist, ganz nach oben zu kommen. Denn ein WM-Titel fehlt mir noch. Wenn ich nach meiner Karriere nie Nummer eins der Welt gewesen bin, dann wird man über mich sagen, dass ich immer ganz gut, aber nie der Beste war."

Die übrigen Herren werden mit der Weltspitze wohl nicht ganz mitkommen: Sebastian Stoss soll bei seiner ersten WM noch lernen, Dominik Koll orientiert sich noch am Mittelfeld der Krauler und bei Maxim Podoprigora ist nach seinen Problemen mit der Limit-Erbringung vorerst abzuwarten.

Jukic und Nadarajah zielen auf Endlauf

Im vierköpfigen Feld der OSV-Schwimmerinnen gibt es hingegen mit Mirna Jukic und Fabienne Nadarajah zwei Hoffnungsträgerinnen auf Final-Einzüge. Nadarajah ist schon auf Grund der Weltranglisten-Position ein Tipp für den Endlauf: "Ich bin über 50 m Delfin Achte. Über 50 m Rücken wäre das Semifinale ein Traum." Geht man nach ihrer heuer geschwommenen Zeit, ist für die 20-Jährige freilich auch im Rückensprint mehr möglich. "Aber da bin ich noch zu unkonstant", schränkt Nadarajah ein.

Marilies Demal und Dittrich haben ihren Saison-Höhepunkt schon ab Donnerstag bei der Junioren-EM in Budapest. Demal wird dabei auf die 50 m Rücken verzichten, um zeitgerecht einen Flug nach Kanada zu bekommen. "Bei der WM würde ich gerne Bestzeit schwimmen", erklärt die 15-Jährige. Damit könnte für sie das Halbfinale im Delfin-Sprint möglich sein. Für Dittrich wäre das über 200 m Delfin nur bei einer wesentlichen Verbesserung ihrer Top-Marke möglich.

Synchron-Springerinnen eröffnen

Richter und Marion Reiff greifen am Sonntag im Synchron-Bewerb vom Turm als erste Österreicher ins Geschehen ein. Mit einem neuen, schwierigeren Sprung im Programm hoffen die Wienerinnen auf einen Finalplatz. "Zuletzt ist es im Training und bei einem Testwettkampf schon sehr gut gelaufen", meint Richter. Kratochwil startet wie auch Reiff vom Turm solo, nämlich vom 1- und 3-m-Brett. "Der 1-m-Bewerb ist zum Einspringen. Vom 3-m-Brett hoffe ich auf das Semifinale der Top 18."

Die Synchron-Schwimmerin Lisbeth Mahn komplettiert das österreichische Team. "Mit einem Platz unter den ersten 20 wäre ich zufrieden", meinte die Athletin von derSU-Mödling.

Österreichs Aufgebot:

  • Schwimmen: Markus Rogan, Fabienne Nadarajah, Marilies Demal (alle SV Schwechat), Mirna Jukic, Nina Dittrich (beide SC Austria Wien), Maxim Podoprigora, Sebastian Stoss (beide ASV Wien), Dominik Koll (SK Voest)
  • Wasserspringen: Anja Richter, Marion Reiff, Veronika Kratochwil (alle SU Wien)
  • Synchron-Schwimmen: Lisbeth Mahn (SU Mödling)
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      Markus Rogan will in Montreal auch einmal ganz oben auf dem Siegerpodest zu stehen kommen.

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