Ausrüster Puma klagt Salzburg

19. Juli 2005, 23:08
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Sportartikelhersteller pocht auf Einhaltung des rechtsgültigen Vertrages bis 30. Mai 2007

Salzburg - Die Austria Puma Dassler Gesellschaft m.b.H. hat beim Landesgericht Salzburg Klage gegen den SV Wüstenrot Salzburg (Red Bull Salzburg) und dessen Vermarktungsgesellschaft Salzburg Sport AG eingereicht. Das teilte der Sportartikelhersteller am Freitagnachmittag in einer Aussendung mit. Grund für die Klage: die Kündigung des bestehenden Ausrüstervertrages mit dem SV Wüstenrot Salzburg, der in den vergangenen Wochen von Red Bull übernommen worden war.

Puma fordert den Fußballverein auf, den Vertrag einzuhalten und seinen vertraglichen Verpflichtungen nachzukommen. Der Ausrüstervertrag mit dem SV Wüstenrot Salzburg läuft bis 30. Mai 2007. Am 19. Mai dieses Jahres hatte die Vermarktungsgesellschaft Salzburg Sport AG dem Ausrüster mitgeteilt, dass der bestehende Vertrag mit Beginn der neuen Saison nicht aufrechterhalten werden könne. "Der Versuch einer plötzlichen Beendigung der Partnerschaft von Seiten des Vereins sowie die Gründe, die zu diesem klaren Vertragsbruch geführt haben, sind beispiellos und werden von uns unter keinen Umständen akzeptiert werden", begründete Erwin Kaiser, Geschäftsführer der Austria Puma Dassler GesmbH, in der Aussendung die rechtlichen Schritte.

Puma ist seit 17 Jahren Partner des SV Wüstenrot Salzburg. Man sei dem Verein seit den 70er Jahren eng verbunden und habe ihn auch in schwierigen Zeiten stets partnerschaftlich unterstützt, sagte Kaiser. "Mit großer Enttäuschung müssen wir nun zur Kenntnis nehmen, dass der Verein trotz dieser guten Kooperation und eines bestehenden Vertrages rechtsgrundlos versucht, den Ausrüster zu wechseln."

"Wir haben die Klage noch nicht", erklärte Red-Bull-Sprecher Thomas Blazek auf Anfrage der APA zu der Angelegenheit. Man könne dazu deshalb noch nichts sagen.(APA)

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