Mutmaßlicher Führer von spanischer Al Kaida im Gefängnis angegriffen

23. Juli 2005, 15:32
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Syrer wird im Krankenhaus behandelt

Madrid - Der mutmaßliche Anführer einer Al-Kaida-Zelle in Spanien ist im Gefängnis angegriffen und verletzt worden. Der Syrer Imad Eddin Barakat, genannt Abu Dahdah, sei am Freitagmorgen in ein Krankenhaus eingeliefert worden, verlautete aus der zentralen Gefängnisverwaltung in Madrid. Der Mann habe keine schweren Verletzungen erlitten, werde aber im Krankenhaus von Castellon im Osten Spaniens umfassend untersucht. Die Gründe des tätlichen Angriffs auf den Mann, der erst am Donnerstagabend von Madrid nach Castellon verlegt worden war, wurden zunächst nicht bekannt.

Den Angaben zufolge war Abu Dahdah am Morgen von einem Mithäftling beschimpft worden. Als ihn ein Wächter aus dem Trakt bringen wollte, wurde der Syrer von einer anderen Gruppe Gefangener angegriffen. Gegen Abu Dahdah wurde bis Anfang Juli ein Prozess wegen einer Mitschuld an den Anschlägen in den USA vom 11. September 2001 geführt. Das Urteil soll im September gefällt werden. Dem Syrer sowie zwei mutmaßlichen Komplizen drohen 74.377 Jahre Haft. (APA)

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