Nach der Hitze kommen Heuschrecken

18. Juli 2005, 10:38
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Bauern in Südfrankreich bangen um Ernten und Viehweiden

Rodez - Neben der anhaltenden Hitzewelle haben Frankreichs Bauern nun ein neues Problem: Hunderttausende Heuschrecken bedrohen Frucht- und Futterpflanzen im Süden des Landes. Im Departement Aveyron seien die Ernten und Weiden auf 700 bis 800 Höfen in Gefahr, teilte der dortige Bauernverband in Rodez mit.

"Wolken von Insekten" zögen durch die Lande. Aufzuhalten sind die Schwärme grauer Heuschrecken nicht. Den Bauern wurde deshalb empfohlen, ihre Ernten so schnell wie möglich einzufahren.

"Am Anfang dachten wir noch, dass es ein paar kleine Insekten sind, die wir vernachlässigen können", sagte der 59-jährige Viehzüchter Gerard Laussel der Zeitung "Le Parisien". Das habe sich in den vergangenen Wochen geändert. "Sie fressen alles, was grün und weich ist. Es bleiben nur die Stengel übrig." Hinzu kommt, dass sie auch einen Geruchsstoff hinterlasssen. Überall, wo die Insekten gewesen sind, will das Vieh nicht mehr fressen.

Bauernverbandsexperte Patrice Lemoux vermutete, dass die für die Region ungewöhnliche Heuschreckenplage Folge der langen Trockenheit ist. Sie habe die "massenweise Vermehrung" der Insekten befördert. (APA)

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