Grüne: "Provozierend lange Untätigkeit"

26. Juli 2005, 15:37
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Brinek fordert SPÖ und Grüne zu "konstruktiven Vorschlägen" auf

Die Regierung habe das EuGH-Urteil "als Vehikel" zur Einführung von längst gewollten Zugangsbeschränkungen an den Universitäten benutzt, kritisierte Kurt Grünewald, Wissenschaftssprecher der Grünen, in einer Aussendung. Nur so sei die "provozierend lange Untätigkeit" zu erklären. Seit Monaten sei absehbar gewesen, wie das Urteil aussehen würde.

Bundeskanzler Wolfgang Schüssel Schüssel (V) und Bildungsministerin Elisabeth Gehrer (V) hätten alle Warnungen in den Wind geschlagen und wollten sich nun an den Unis abputzen. Schon die Einführung von Studiengebühren sei ein Schritt gewesen, um die Zahl der Studierenden zu reduzieren, so Grünewald.

ÖVP-Wissenschaftssprecherin Gertrude Brinek forderte Grünewald und SPÖ-Wissenschaftssprecher Josef Broukal dazu auf, "konstruktive Vorschläge" einzubringen und der Regierung keine "Windschattenaktivitäten" vorzuwerfen. Es liege im Interesse der Regierung, die Akademikerquote zu steigern, und weiterhin am gänzlich offenen Hochschulzugang festzuhalten. (APA)

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