Geld für VA-Tech-Anteil von Siemens überwiesen

31. Juli 2005, 18:37
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Verkauf der 14,7-Prozent-Beteiligung brachte gut 146 Millionen Euro Privatisierungserlös

Wien - Mit dem heutigen Closing schließt Siemens die milliardenschwere Übernahme des Linzer Anlagenbauers VA Tech, für die Brüssel vor zwei Tagen mit Auflagen grünes Licht gegeben hat, ab. Der staatlichen Industrieholding ÖIAG fließt aus dem Verkauf ihres 14,7-prozentigen Restanteils - auf Basis des nachgebesserten Übernahmepreises von 65 Euro pro Aktie - ein Gesamterlös von 146,25 Mio. Euro in die Kasse.

Das öffentliche Übernahmeangebot von Siemens hatte die Staatsholding am 28. Jänner angenommen. Nach den Privatisierungen von Böhler-Uddeholm und voestalpine ist die VA Tech die letzte, im Privatisierungsauftrag der Regierung enthaltene Industriebeteiligung, die nun privaten Händen übertragen wurde.

Standort Österreich gestärkt

ÖIAG-Vorstand Peter Michaelis ist "überzeugt, dass durch die Finanzkraft und globale Präsenz von Siemens die internationale Wettbewerbsfähigkeit beider Unternehmen und damit letztlich der Industriestandort Österreich gestärkt wird", wie er in einem Kommunique vom Freitag festhielt.

Nach dem Closing hält Siemens nun 97,15 Prozent des Aktienkapitals. Der Preis für die Übernahme der VA Tech lag bei gut einer Milliarde Euro. Siemens will jetzt den verbliebenen Streubesitz (2,85 Prozent) in einem Squeeze-out-Verfahren (Herausdrängen der Aktionäre) abspalten und abfinden. Mit dem Börse-Delisting der VA Tech rechnet man bei Siemens im Oktober. (APA)

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