TPG - Mobilcom-HV soll Klagebeschluss gegen France Telecom kippen

22. Juli 2005, 08:46
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US-Finanzinvestor Texas Pacific Group strebt Rücknahme des Mobilcom-Aktionäsbeschlusses an

Der US-Finanzinvestor Texas Pacific Group (TPG) strebt eine Rücknahme des mobilcom-Aktionärsbeschlusses an, den ehemaligen Großaktionär France Telecom auf Schadensersatz zu verklagen.

Wie aus der Einladung zur außerordentlichen Hauptversammlung des Unternehmens am 23. August hervorgeht, beantragte TPG, der neue Großaktionär des Büdelsdorfer Unternehmens, die entsprechenden Beschlüsse der Hauptversammlung vom April zu widerrufen.

Vorstand und Aufsichtsrat von Mobilcom folgten dem Antrag und begründeten dies unter anderem damit, dass sich durch den Eintritt des neuen Großaktionärs die Stimmrechtsverhältnisse seit der vergangenen Hauptversammlung maßgeblich geändert hätten. Zudem sollten Rechtsunsicherheiten beseitigt werden.

France Telecom hatte Anfang Mai den Großteil ihrer Mobilcom-Beteiligung an TPG verkauft und hält nur noch rund ein Prozent. Als Betroffene hatte die Gesellschaft auf der Hauptversammlung im April kein Stimmrecht.

Gegen den Willen von Vorstand und Aufsichtsrat hatten die Aktionäre des zweitgrößten deutschen Mobilfunkdienstleisters beschlossen, wegen des Bruchs von Gesellschaftervereinbarungen 3,7 Mrd. Euro Schadensersatz von France Telecom zu verlangen. Der französische Konzern hatte sich aus dem gemeinsamen UMTS-Projekt zurückgezogen.

France Telecom hat beim Landgericht Flensburg Anfechtungsklage gegen den Aktionärsbeschluss eingereicht.(APA/Reuters)

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