Erste Bank in Schlussrunde um rumänische BCR

28. Juli 2005, 17:21
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Insgesamt zehn Interessenten sollen bis 19. September verbindliche Offerte abgeben

Bukarest/Wien - Die Erste Bank der oesterreichischen Sparkassen ist in der Schlussrunde des Privatisierungsverfahrens für die staatliche rumänische Großbank BCR. Insgesamt haben es zehn Interessenten auf die Shortlist geschafft und sind nun aufgerufen, verbindliche Offerte für die Übernahme der Mehrheitsanteile an der BCR abzugeben.

Neben der Ersten sind dies Fortis, Banco Comercial Portugues, die National Bank of Greece, Banca Intesa, Deutsche Bank, Dexia, KBC, BNP Parisbas und ABN Amro. Das teilte die rumänische Privatisierungsbehörde AVAS mit, wie Rompres heute, Freitag, berichtet.

Unter den Interessenten war ursprünglich auch ein Konsortium von Texas Pacific Group und Citigroup Venture Capital International. Gemäß der am 16. Juni veröffentlichten Privatisierungsausschreibung werden die Bieter auf der Shortlist nun Vertraulichkeitszusagen unterschreiben, um dann ihre Due-Diligence-Prüfungen durchführen zu können.

"Wir sind uns des Wertes der BCR wohl bewusst und werden daher versuchen, den bestmöglichen Preis zu erzielen", sagte AVAS-Chef Gabriel Zbarcea. Die Frist für verbindliche Angebote endet am 19. September um 17 Uhr.

Größte Bank Rumäniens

In der ersten Phase der BCR-Privatisierung hatten die International Finance Corporation (IFC) und die Europäische Bank für Wiederaufbau und Entwicklung (EBRD) 25 Prozent plus zwei Aktien an der BCR übernommen. In der zweiten Phase wurden 8 Prozent der Anteile an die BCR-Mitarbeiter abgegeben.

Die BCR (Banca Comerciala Romana) ist die größte Bank Rumäniens mit einer Bilanzsumme von mehr als 6 Mrd. Euro, 317 Filialen und 12.000 Mitarbeitern. In einem Ranking des Financial Times-Fachmagazins "The Banker" rangiert die BCR an 332. Stelle unter den Top 1.000 Banken der Welt, die Erste Bank belegt den 99. Rang. (APA)

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