Neue Eurocity-Züge

28. Juli 2005, 16:56
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ÖBB schreiben die Anschaffung neuer Züge für den Fernverkehr aus - Budget 300 Millionen Euro

Wien - Die ÖBB schreiben Freitag, die Anschaffung neuer Züge für den Fernverkehr aus. Insgesamt sollen 20 bis 24 Zuggarnituren angeschafft werden. Das Budget beträgt bis zu 300 Millionen Euro. 2008 sollen die ersten Garnituren geliefert werden. Bahnfahrer können sich dann auf Geschwindigkeiten zwischen 230 bis 250 km/h und mehr Komfort freuen.

Das ursprünglich angedachte und auch vorgestellte Premium-Zug-Konzept mit höheren Fahrkartenpreisen und Platzreservierung für die neuen Gefährte haben die ÖBB aber wieder verworfen. Stattdessen sollen die Züge im herkömmlichen Eurocity (EC)-Verkehr und damit wie gehabt ohne Preisaufschlag und ohne Reservierungspflicht eingesetzt werden.

Ausgeschrieben wurden Züge mit einem Triebwagen an nur einem Ende, so dass der Zug am anderen Ende von einer Taurus-Lok gezogen werden kann. Angebote werden von sämtlichen großen Herstellern wie Bombardier, Siemens, der spanischen Talgo oder japanischen Konzernen erwartet. Das Neuanschaffungsprogramm ist im ÖBB-Fernverkehr das erste seit langem. Das Durchschnittsalter der ÖBB-Fernverkehrszüge beträgt 20,5 Jahre. Mindestens 400.000 Fahrgäste mehr pro Jahr werden durch den Zuwachs erwartet. Mit den alten EC-Zügen, die im Rahmen eines Modernisierungsprogramms erst vor Kurzem rundumerneuert wurden, wollen die ÖBB weitere Verbindungen Richtung Osteuropa erschließen. Ziele sind hier in der Slowakei, Preßburg und Trnava, in Tschechen Ostrava (Ostrau), Kotovice, Krakau und Warschau, in Ungarn vor allem Budapest sowie in Slowenien Marburg, Laibach und Zagreb.

Die Angebotsfrist für die neuen Züge endet am 15. September. Die Vergabe soll bis zum 20. Dezember, die Lieferung der ersten Garnituren in zwei Jahren erfolgen (APA/red)

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