16-Jähriger noch immer in Salzach vermisst

17. Juli 2005, 20:46
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Mit Auto in Fluss gestürzt - Lehrling mit größter Wahrscheinlichkeit ertrunken - Suche reduziert

Salzburg - Keine Spur gab es bis heute, Samstag, Mittag von jenem 16-jährigen Lehrling aus Uttendorf, der am Donnerstagabend in seinem Heimatort im Pinzgau die Herrschaft über ein Auto verloren hatte und in die Hochwasser führende Salzach gestürzt war. Zwei Schülerinnen im Alter von 13 und 14 Jahren waren Freitagmittag tot geborgen worden. Die Suche nach dem Burschen wurde reduziert, teilte das Landespolizeikommando mit.

Die Schülerinnen - Cousinen des 16-Jährigen - waren am Donnerstagabend mit ihren Rollerblades am Uferweg unterwegs, als sich der Lehrling anbot, die beiden mit seinem noch nicht zum Verkehr zugelassenen silberfarbenen Mazda nach Hause zu bringen. Die Mädchen willigten ein, und so nahm das Unglück seinen Lauf.

Hochwasser

Der Wagen des Burschen geriet aus bisher unbekannter Ursache auf dem Uferbegleitweg der Salzach in der Nähe der Uggler-Brücke von der Fahrbahn ab und stürzte in den Hochwasser führenden Fluss. Ein Fischer, der sich nahe des Unglücksortes aufgehalten hatte, hörte zur Unfallzeit einen lauten Knall. Im Bereich der Unglücksstelle wurde er von einer Englisch sprechenden Radfahrerin darüber informiert, dass ein Pkw mit drei Insassen und hoher Geschwindigkeit vor Kurzem bei ihr vorbeigefahren sei. Als der Fischer dann abgerissene Teile eines Fahrzeuges entdeckte, verständigte er die Polizei.

Beim Eintreffen eines Streifenwagens war das Auto bereits in den Fluten versunken. Von den zwei Schülerinnen und dem 16-Jährigen fehlte zunächst jede Spur, und es wurde sofort eine groß angelegte Suche eingeleitet, an der 135 Männer der Freiwilligen Feuerwehren des Einsatzgebietes, zwölf Roten Kreuz-Helfer, 53 Wasserrettungsmännern und acht Polizeibeamte teilnahmen. Die Suchaktion wurde von einem Hubschrauber mit Wärmebildkamera und Suchscheinwerfer unterstützt.

Das Wrack wurde Freitagvormittag von der Wasserrettung mit der Hilfe eines Echolots geortet. Die Männer der Wasserrettung entdeckten die beiden Mädchen, die sich im Wrack befanden und ihre Rollerblades noch anhatten. Auf Grund der Fluten und dadurch dass sich das Auto verkeilt verkeilt hatte, gestaltete sich die Bergung des Autos äußerst schwierig.

Der Lehrling, der angeblich den Führerschein machen wollte, war aus dem Wagen geschleudert und abgetrieben worden. Dass er sich ans Ufer hat retten können, gilt als äußerst unwahrscheinlich. (APA)

  • Das Unfallsauto wurde etwa 100 Meter von der Unfallstelle entfernt aus der Salzach geborgen

    Das Unfallsauto wurde etwa 100 Meter von der Unfallstelle entfernt aus der Salzach geborgen

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