Schwarzenegger steigt aus umstrittenem Beratervertrag aus

20. Juli 2005, 11:38
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Heftige Kritik an Millionenzahlungen von Fitnessmagazin-Verlag

Sacramento - Der Gouverneur von Kalifornien, Arnold Schwarzenegger, steigt nach heftiger öffentlicher Kritik aus seinem millionenschweren Beratervertrag mit einem Fitnessmagazin-Verlag aus. Das kündigte er in einem Interview der Nachrichtenagentur AP an. Er werde die bestehende Zusammenarbeit beenden. "Ich werde weiterhin das Bodybuilding fördern und den Kampf gegen Fettleibigkeit fortsetzen", sagte er am Freitag. "Ich will nicht bezahlt werden."

In den vergangenen Tagen war ein Kommissionsbericht bekannt geworden, wonach Schwarzenegger für einen fünf Jahre laufenden Vertrag mit dem Verlag Weider Publications ("Flex", "Muscle & Fitness") insgesamt mindestens fünf Millionen Dollar (4,1 Millionen Euro) erhält. Gegner hatten dem früheren Bodybuilding-Champion und Hollywoodstar Interessenkonflikte vorgeworfen.

Veto

Schwarzenegger hatte im vergangenen Jahr sein Veto gegen ein Gesetz eingelegt, das der Nahrungsergänzungsmittel-Industrie Umsatzrückgänge beschert hätte. In den Fitnessmagazinen wird eben für solche Mittel geworben. Der ehemalige Mr. Universum schrieb monatliche Kolumnen für "Flex" und "Muscle & Fitness". Die Magazine spenden 250.000 Dollar im Jahr an eine wohltätige Stiftung Schwarzeneggers zur Steigerung der Fitness Jugendlicher.

Der gebürtige Steirer, der 2003 zum Gouverneur Kaliforniens gewählt wurde, hat auf sein Staatsgehalt in Höhe von 175.000 Dollar verzichtet. Das Gesetz Kaliforniens erlaubt gewählten Beamten wie Schwarzenegger, Berufe in der freien Wirtschaft zu behalten.

Der Verbraucherschützer Doug Heller, ein langjähriger Kritiker Schwarzeneggers, hatte den Gouverneur am Donnerstag aufgerufen, seine Verträge mit dem Verlag zu kündigen und das Geld zurückzugeben. Ähnlich hatte sich auch der demokratische Senator Jackie Speier geäußert. (APA/AP)

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