Deutsche Islam-Verbände fordern "aktives Vorgehen der Gemeinden"

18. Juli 2005, 18:14
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Moslems sind dazu aufgerufen radikale Islamisten anzuzeigen - Zentralrats­vorsitzender Elyas: "Islamische Pflicht"

Hamburg - Islamische Verbände in Deutschland haben Moslems dazu aufgerufen, radikale Islamisten anzuzeigen. Der Vorsitzende des Zentralrats der Muslime, Dr. Nadeem Elyas, forderte in der "Bild"-Zeitung (Freitagsausgabe) ein aktives Vorgehen der moslemischen Gläubigen, Gemeinden und Vorbeter: "Ich erwarte von jedem Muslim, dass er extremistische Vorgänge beim Verfassungsschutz anzeigt. Das ist eine islamische Pflicht."

Ali Kizilkaya, der Vorsitzende des Islamrats, rief dazu auf, "alle kriminellen Handlungen, so auch Volksverhetzung und geistige Brandstiftung, anzuzeigen".

Vier Attentäter hatten nach bisherigem Stand der Ermittlungen am vergangenen Donnerstag in drei Londoner U-Bahnzügen und einem Bus Bomben gezündet, dabei kamen mindestens 54 Menschen ums Leben. Die Ermittler gehen von einem islamistischen Hintergrund der Tat aus. (APA/AFP)

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