Bari: Freispruch für Ex-Intendanten

20. Juli 2005, 21:30
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Die Petruzzelli-Oper war 1991 abgebrannt

Rom - Der ehemalige Intendant des Opernhauses Petruzzelli in der süditalienischen Stadt Bari, Ferdinando Pinto, ist am Donnerstag vom Vorwurf entlastet worden, für den Brand verantwortlich zu sein, durch den das Theater 1991 zerstört wurde. Ein Schwurgericht in Bari sprach Pinto frei.

Mafia vermutet

Der frühere Intendant des Theaters war 1998 zu sieben Jahren und acht Monaten Haft wegen Brandstiftung und Steuervergehen verurteilt worden. Er habe unter dem Druck der Verschuldung bei erpresserischen Wucherern am Wiederaufbau des Theaters verdienen wollen, urteilte das Gericht damals. Hinter dem Brand wird die Mafia vermutet.

Das Theater Petruzzelli in Bari wird nicht vor Dezember 2007 wiedergeöffnet. Die Bauarbeiten werden insgesamt 30,5 Millionen Euro kosten. Das Opernhaus Petruzzelli, das 1903 mit der Oper "Die Hugenotten" von Giacomo Meyerbeer eingeweiht worden war, galt als Symbol einer historischen Epoche der Stadt Bari und war in den vergangenen Jahrzehnten zu einem der meistbeachteten Opernhäuser Italiens geworden. Das Vorbild mag das Teatro Massimo in Palermo gewesen sein, das mit viel öffentlichem Geld 23 Jahre lang restauriert wurde.

Langer Streit

Nachdem das Theater bis zu den Grundmauern abgebrannt war, begann ein langer Streit zwischen der Familie, die das Theater besitzt, und den Kulturbehörden der Stadt um die Finanzierung des Wiederaufbaus. Die Stadt Bari wollte selbst die Verwaltung des Theaters übernehmen und war deshalb in eine komplizierte Kontroverse mit den Besitzern verwickelt. Erst 2002 die Finanzierungsprobleme gelöst werden. Die Neuaufbau-Arbeiten begannen im Mai 2003. (APA)

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