Tschetschenische Friedensaktivistin ausgezeichnet

14. Juli 2005, 18:19
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Libkan Bazajewa erhält Deutschen Menschenrechtspreis für Kampf für gewaltfreie Lösung im Kaukasus

Weimar - Die tschetschenische Pazifistin Libkan Bazajewa erhält den Menschenrechtspreis 2005 der Stadt Weimar. Damit würdigt der Stadtrat den langjährigen Kampf der Menschenrechtlerin für eine gewaltfreie Lösung in der Kaukasusregion. Er entschied sich damit für den Vorschlag der Hamburger Stiftung für politisch Verfolgte, teilte die Stadt am Donnerstag mit. Insgesamt gingen elf Vorschläge aus aller Welt ein. Der Preis ist mit 2.500 Euro dotiert und wird am 10. Dezember, dem Internationalen Tag der Menschenrechte, verliehen. Er wurde erstmals 1995 vergeben.

Frauenbewegt

Die 56-Jährige ist Gründerin des Frauenzentrums "Frauenwürde" in Grosny sowie Vorsitzende der Menschenrechtsorganisation "Memorial" und "Vereinigung der Frauen des Nordkaukasus". Bis 1994 war sie Dozentin für russische Literatur und Linguistik an der Universität Grosny. Seitdem dokumentiert sie Schicksale von TschetschenInnen, die durch das Militär ermordet, erniedrigt und entführt werden. Im Februar 2005 verklagte sie mit sechs Landsleuten den russischen Staat wegen schwerer Menschenrechtsverletzungen beim europäischen Gerichtshof in Straßburg. (APA)

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