Reizdarmsyndrom könnte mit Lebensmittelallergie zusammen hängen

17. Juli 2005, 14:00
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Studie: Erleichterung nach dem Weglassen einiger Lebensmittel

London - Das Reizdarmsyndrom (IBS) könnte mit allergischen Reaktionen auf verbreitete Lebensmittel zusammenhängen. Zu diesem Ergebnis ist eine Studie des St George's Hospital gekommen. Bluttests ergaben, dass IBS-Patienten über erhöhte Antikörper gegen Lebensmittel wie Weizen, Rind-, Schwein- und Lammfleisch verfügen. Vorläufige Tests mit Patienten ergaben, dass das Weglassen einiger dieser Lebensmittel zu viel versprechenden Ergebnissen führte. Die Ergebnisse der Studie wurden in dem Fachmagazin American Journal of Gastroenterology veröffentlicht.

Hintergrund

Es wird angenommen, dass rund ein Drittel der Bevölkerung an einem Reizdarm leidet. Bei einem von zehn Betroffenen sind die Symptome so stark, dass ein Arzt aufgesucht wird. Diese Symptome können unterschiedlich sein und von Schmerzen und Krämpfen im Bauchbereich bis zu Durchfall, Verstopfung sowie einem aufgeblähten Magen reichen.

Es zeigte sich, dass Patienten mit verschiedenen Symptomtypen wie Durchfall und Verstopfung Anzeichen von Überempfindlichkeit gegen Lebensmittel aufwiesen. Der leitende Wissenschafter Devinder Kumar erklärte, dass man mit einem einfachen Test wissenschaftlich nachgewiesen habe, dass diese Symptome auf die Reaktion des Körpers auf die Ernährung zurückzuführen sein können.

Überempfindlichkeiten

Aktuelle Forschungen legen laut BBC nahe, dass rund fünf Prozent der Gesamtbevölkerung an einer Überempfindlichkeit gegen Lebensmittel leiden. Bis zu 65 Prozent der IBS-Patienten glauben, dass ihre Erkrankung mit einer Lebensmittelallergie in Zusammenhang stehen könnte. (pte)

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