Grazer Babyleichen: Mutter bleibt in Untersuchungshaft

15. Juli 2005, 09:31
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Zwei Babys "durch Sauerstoffmangel, wie bei Ersticken" gestorben - Voruntersuchungen weit fortgeschritten

Graz - Im Fall der vier toten Babys in Graz ist am Donnerstag die Fortsetzung der Untersuchungshaft der Mutter (32) der vier getöteten Neugeborenen beschlossen worden. Dies teilte die Staatsanwaltschaft Graz der APA mit. Die U-Haft beim verdächtigen Vater (38) der Kinder wurde am 30. Juni verlängert. Mit dem Abschluss der Voruntersuchung sei voraussichtlich Anfang September dieses Jahres zu rechnen, hieß es seitens des Leiters der Staatsanwaltschaft, Horst Sigl.

Neugeborene haben geatmet

Weiters gab die Staatsanwaltschaft bekannt, dass bei den beiden in einer Tiefkühltruhe Ende Mai bzw. Anfang Juni in einer Tiefkühltruhe im Haus des Paares in Graz-Gösting gefundenen Babys keinerlei krankhafte Veränderungen an Organen oder Missbildungen an den Organen fest zu stellen gewesen seien. Dies hätten die ergänzenden Gutachten der Gerichtsmedizin Graz nach Durchführung der histologischen Untersuchungen der Gewebsproben ergeben. Die Neugeborenen hätten zudem über einen gewissen Zeitraum von "zumindest fünf bis zehn Minuten geatmet und sind durch Sauerstoffmangel - wie dies z.B. bei Ersticken zu beobachten ist - gestorben".

Voruntersuchungen weit fortgeschritten

Die Voruntersuchungen seien bereits weit fortgeschritten, so Sigl. Ausständig seien noch die psychiatrischen Gutachten, Zeugenvernehmungen über die Lebensumstände der beiden Beschuldigten und Ergebnisse der DNA-Untersuchungen - "insbesondere auch bezüglich des vierten Kindes", das wie ein drittes Baby in einen Kübel einbetoniert gefunden worden war. (APA)

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