Stierhatz in Pamplona ist bendet

16. Juli 2005, 17:04
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Nach acht Tagen endet das gefährliche Spektakel mit 460 Verletzten und zehn Notoperationen

Pamplona - Die traditionelle Stierhatz in Pamplona ist aus. 460 Menschen sind dieses Jahr leicht verletzt worden, für 28 Teilnehmer endete das gefährliche Spektakel im Krankenhaus. Zehn Läufer wurden notoperiert

Am schlimmsten traf es den Spanier Xabier Salillas, der von einem der 600-Kilo-Stier sowohl im Oberschenkel als auch in der Schulter aufgespießt wurde. "Ich kann mich nur noch daran erinnern, dass ich das Schnauben des Stieres hörte und zu entkommen versuchte", berichtete der 34-Jährige von seinem Krankenbett aus. Er will dennoch im nächsten Jahr wieder dabei sein.

Bei dem von Tierschützern kritisierten Spektakel werden an acht Tagen jeden Morgen sechs Kampfstiere und sechs zahme Leitochsen durch die Gassen der Altstadt bis in die Arena gejagt, wo sie abends von Toreros getötet werden. Hunderte junge Männer, die "mozos", laufen dabei vor den Tieren her. Als einzige "Waffe", um die Bullen von sich fern zu halten, dient ihnen eine zusammengerollte Zeitung. In diesem Jahr wurde erstmals ein Antirutschmittel eingesetzt, um das glitschige Kopfsteinpflaster sicherer zu machen. Dennoch gab es zahlreiche Stürze. (APA)

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