Care Österreich: Hilfsprojekte für Frauen in Entwicklungsländern

14. Juli 2005, 13:42
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Hilfsorganisation forciert Unterstützung für Kriegswitwen in Burundi und Afghanistan

Wien - Eine Milliarde Menschen weltweit lebt nach Angaben von Care Österreich von weniger als einem Euro am Tag. 70 Prozent davon seien Frauen. In Entwicklungsländern seien zudem zwei Drittel der AnalphabetInnen weiblich. "Frauen zu stärken ist damit ein Schlüssel zur Bekämpfung der Armut", darauf will die Hilfsorganisation hinweisen und stellt ihre Arbeit in diesem Sommer unter diesen Blickpunkt.

Care-Geschäftsführerin Ulrike Schelander kündigte am Donnerstag Bildungs- und Aufklärungsprojekte an. Vor allem aber sollen Frauen unterstützt werden, damit sie wirtschaftlich auf eigenen Beinen stehen können.

Starthilfe

In Burundi etwa hatten viele Frauen nach dem Bürgerkrieg nicht nur Ehemann und Angehörige, sondern ihr gesamtes Hab und Gut verloren. Care leistet Starthilfe: Frauen lernen, Agrarprodukte zu vermarkten und Kapital anzusparen, um sich wirtschaftlich entwickeln zu können.

Auch in Afghanistan kümmern sich die HelferInnen vor allem um die Kriegswitwen. 75 Prozent dieser Frauen müssen Care zufolge von weniger als 16 Euro im Monat leben, 45 Prozent sogar mit weniger als acht Euro auskommen. "Hilfsgüter wie Mehl, Speiseöl oder Hülsenfrüchte zu verteilen, ist hier nur ein erster Schritt", sagte Schelander. Care bietet Ausbildungen zur Schneiderin oder Teppichknüpferin an. Frauen, die sich als Kleinunternehmerinnen selbstständig machen, werden gefördert. (APA)

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